Sotheler Bürger verwandeln das Garbers Hus in atmosphärisch dichten Weihnachtsmarkt

Winterzauber mit Nebelbrunnen und Upcycling

Handwerkskunst live: Steinmetz Burghard Uhle aus Abbendorf hat einen Einblick in seine Arbeit gegeben.

Sothel – Ein liebevoll geschmücktes Fachwerkhaus wie aus einer Märchenfilmkulisse, davor ein Schlitten mit Tannengrün und Lichtern, zu beiden Seiten Kunsthandwerk vom Wurzellicht bis zum Tannenbaum aus Hufeisen und glänzenden roten Christbaumkugeln – besser hätten die mehreren hundert Besucher des Sotheler Winterzaubers wohl kaum auf den kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt am Garbers Hus von Hans-Dieter Gerken eingestimmt werden können. Bereits vor dem offiziellen Start um 11 Uhr war der Parkplatz gut gefüllt. „Das sieht ja einladend aus!“ – dieser Kommentar war mehr als einmal zu hören.

Der Innenhof hielt, was der erste Eindruck versprochen hatte: Rund um den Brunnen, der mit illuminiertem Nebel seine Wirkung bei Dunkelheit erst richtig entfaltete, gruppierten sich die Stände mit Kartoffelpuffern und Bratwurst und allerlei Kunsthandwerk aus der Region. Bettina Bade bot neben Kuriositäten wie der gestrickten „Chip-Socke“ für Einkaufschips auch Upcycling-Werke aus Lkw-Plane an. Dabei kamen besonders die Fußballmotive der Wittkopsbostelerin an: Schlamper-Etuis in Werder-, St.-Pauli- oder Schalkefarben, mit den entsprechenden Vereinssprüchen wie „Lebenslang Grün-Weiß“ – für viele ein schönes Geschenk unter dem Tannenbaum.

Live vor Ort demonstrierte Steinmetz Burghard Uhle seine Kunst an einem Ausstellungsstück. Unter den Augen der Zuschauer wurden die floralen Elemente des halbklassische gearbeiteten Kreuzes immer plastischer und detaillierter. „Wir zeigen gern unser Handwerk und wie so ein Stein sich bearbeiten lässt“, so der Abbendorfer. Auch im Garbers Hus selbst gab es im stilvollen Ambiente zwischen den alten Dachbalken allerlei zu entdecken, von Kalorienbomben in Pralinenform über Holzkrippen bis zum Gesundheitsbooster zum Probieren, dem Saft der Aroniabeere.

Ein „ganz normaler“ Weihnachtsmarkt also? Mitnichten, lebte die eintägige, privat organisierte Veranstaltung doch davon, dass hier ein ganzes Dorf anpackt. Das war auch einigen Besuchern nicht entgangen: „Toll, dass eine Dorfgemeinschaft so etwas zusammen stemmt und sich aufeinander verlassen kann“, meinte die Kielerin Gisela Kühl, die ihren Verwandtenbesuch in Sothel extra auf dieses Wochenende gelegt hatte. Auch ihr Mann Werner war voll des Lobes: „Bewundernswert, dass hier Kunsthandwerk in einem solchen Ambiente und auf so hohem Niveau angeboten wird!“  hey

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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