Zwölftklässler führen durch Ausstellung der Stiftung „Netzwerk Natur“

Wilder Wald im Oberstufenraum

Schülerin Linda Bredemeier (4.v.l.) erläutert Gabriela Villwock (v.l.), Thomas Engelland, Norbert Neupert und Christian Birnbaum den Inhalt einer Ausstellungs-Stellwand. - Foto: Heyne

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Ein „wilder Wald“ mitten in der Eichenschule – klingt komisch, ist jedoch seit knapp einer Woche Realität. Zumindest auf einer der acht großen Stellwände, die noch bis Anfang September im Oberstufenraum aufgestellt sind.

Vermittelt wurde die Wanderausstellung „Waldgrün – Stadtgrün“ vom „Netzwerk Natur“, die Kindern und Jugendlichen das Thema „Wald“ in vielen Facetten näher bringen soll, durch Thomas Engellandt. Sein Hausbauunternehmen ist an der Stiftung beteiligt. „Da die Stiftung auch einen Bildungsauftrag hat, passte es einfach“, so der Scheeßeler Unternehmer, der in der Vergangenheit unter anderem Projekte wie ein Hochbeet für die Grundschule Lauenbrück angeschoben hatte und die Eröffnung der Wanderausstellung an der Eichenschule mit dem Pflanzen eines Kirschbaums auf der Kirchwiese verband.

Schulleiter Christian Birnbaum und der betreuende Biologielehrer Norbert Neupert freuen sich über die Bereicherung des Bildungsangebots, das seit 2013 von mehr als 100.000 Schülern besucht wurde und unter anderem auch in Sparkassenfoyers oder einem Museum in Lüneburg zu sehen war – und ergänzten sie um einen pädagogischen Aspekt: Ab sofort haben nicht nur eigene Klassen und Gruppen Gelegenheit, sich das geballte und reich bebilderte Wissen über den so wichtigen Lebensraum anzusehen, sondern das Angebot ist für sämtliche Schulen aus der Region Scheeßel offen. 

Fachlich begleitet wird es von den Schülern des Biologie-Leistungskurses des zwölften Jahrgangs, die sich in der Materie fit gemacht haben; und das nicht nur, weil, wie Neupert erklärt, „der Wald auch ein Thema für das Abitur ist“. In ihren Freistunden wollen sie ihr Wissen an die „jüngeren Kollegen“ weitergeben. „Wir haben die Themen aufgeteilt“, erzählt Zwölftklässlerin Linda Bredemeier, „aber im Prinzip weiß jeder über alle Aspekte Bescheid“. Darunter finden sich Themen wie „Biotope in der Stadt“ oder „Was tun Bäume?“.

Auch Gabriela Villwock, die die Ausstellung als stellvertretende Bürgermeisterin mit eröffnete, begrüßte das zusätzliche Angebot – und fügte vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit an der Grundschule hinzu: „Ich bin mir sicher: Den Grundstein dafür haben wir in der dritten Klasse mit den Waldjugendspielen gelegt!“

Einziger Wermutstropfen der schulübergreifenden Aktion: Anmeldungen von Klassen anderer Schulen sind bisher noch keine eingegangen.

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