Wiedersehen mit Tante Hannelore

50. Jubiläum des Kindergartens Beekstieg gefeiert

Die langjährige Leiterin des Beekstiegs Petra Haunhorst (Mitte) ließ sich von den Kolleginnen der anderen gemeindeeigenen Kindergärten zum 50sten Kindergarten-Jubiläum gratulieren. - Foto: Heyne

Scheeßel - Ein Festakt mitten auf dem Spielplatz, geladene Gäste, die ihr Luftballonschwert schwingen oder als Schmetterlinge geschminkt erscheinen – wo gibt‘s denn so was? Die einfache Antwort: Im Kindergarten Beekstieg.

Standes- und kindergemäß quirlig und mit viel guter Laune ging es am Samstag beim 50. Jubiläum des ältesten Kindergartens in der Gemeinde zu: Hüpfburg, XL-Seifenblasen, Tombola und Buttonmaschine lockten die jungen Besucher, während Eltern, Kollegen, Gemeindevertreter und ehemalige Erzieherinnen es sich am Kuchen- oder Grillbuffet gutgehen ließen. 

Eine von ihnen war Hannelore Presser, vielen noch als „Tante Hannelore“ oder „Frau Paick“ Erinnerung. Die Erzieherin der ersten Stunde – sie hatte die Eröffnung des 1968 unter der Federführung des DRK und zu einem Drittel durch die Gemeinde gebauten, 450 000 Deutsche Mark teuren Geländes am Beekstieg miterlebt. In ihren knapp 30 Dienstjahren wurde später die heutige Leiterin Petra Haunhorst ihre Praktikantin. Die alten Fotoalben, die zur Feier des Tages im Flur auslagen, enthielten auch ihre Verabschiedungsfotos. Geändert habe sich nicht viel: „Laissez-faire gab es damals bei mir nicht und heute auch nicht, und die Kinder sind noch genauso vergnügt wie früher“, konstatiert sie mit einem zufriedenen Blick auf das bunte Treiben zwischen den Rhododendronbüschen. Und sonst? „Die Büsche sind gewachsen.“ Schön sei der Umbau geworden, „besonders die Kinderklos – das habt ihr gut hinbekommen.“ Nicht verändert seit damals hätten sich die Personaltoiletten: „Wenigstens etwas, was ich noch wiedererkenne.“

Letztere fanden denn auch in der Begrüßung durch Kindergartenleiterin Petra Haunhorst Erwähnung, deren Wünsche nach einer räumlichen Verbesserung auch für die Erzieherinnen auf offene Ohren zu fallen schien. Wolfgang Bassen in Stellvertretung der Bürgermeisterin konstatierte in Anspielung auf die Umgestaltung des Parks zum Spielgelände und die vorangegangenen politische Diskussionen: „Man muss auch mal auf etwas beharren“, und wünschte sich, „dass ihr die Kinder hier auch zu Menschen erzieht, die sich später mal durchsetzen.“

Ein besonderes Ständchen brachten einige Ehemalige: Unter Leitung von Gudula Willers und mit Begleitung durch Geige, Keyboard und Boomwhacker hatten einige Grundschüler ein Lied umgedichtet, in dem sie sich an die Höhepunkte ihres Kindergartenlebens erinnerten: Faschingsparty, Museumsbesuch, Lichterfest und vor allem aber die Übernachtung. Willers dankte für gute Vernetzung und Zusammenarbeit – dem konnten sich die Leiterinnen benachbarter Kindergärten nur anschließen. Ein Luftballonwettflug, bei dem die Kinder ihre heliumgefüllten „Renner“ in den Himmel schickten, rundete das fröhliche Fest ab. - hey

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