Team der Westerescher Maisfeldfete steht nach einer Pause in den Startlöchern

„Wiederholung war kein Selbstgänger“

Florian Viets und Lisa Wahlers genießen die Ruhe vor und nach dem Sturm. - Foto: Heyne

Westeresch - Ein Jahr war Ruhe im Maisfeld, nun stehen die Organisatoren der jbs-Maisfeldfete in Westeresch am Samstag, 20. August, wieder in den Startlöchern zur fünften Auflage der Riesensause – und inmitten mannshoher Pflanzen. Dort trafen wir Florian Viets und Lisa Wahlers vom Organisationsteam bei den Vorbereitungen zum Gespräch.

Nach der sehr erfolgreichen letzten Auflage 2014 mit 5 500 Besuchern hieß es: „Ein Jahr Pause“ – war damals für Sie alle schon definitiv, dass es weitergeht?

Florian Viets: Damals, als viele von uns ihre Ausbildung begannen oder ins Ausland gingen, war klar: Wir wollen weitermachen. Gesetz war das aber nicht. Lisa Wahlers: Dass es eine Wiederholung gibt, war kein Selbstgänger – die Nachbereitungen der Fete sind doch sehr aufwendig. Nach dem Aufräumen folgen noch Buchhaltung und Papierkram – das zieht sich bis Weihnachten. Doch als es um eine Neuauflage ging, waren alle wieder dabei. Im Kern sind es die gleichen Leute.

Hat sich etwas verändert?

Viets: Das Grundkonzept ist das Gleiche geblieben, aber es gibt immer etwas Neues. Dieses Mal haben wir ein größeres Zelt, um den Unwägbarkeiten des Wetters besser begegnen zu können. Dort findet über die Hälfte der Besucher Platz. Und der Standort ist – bedingt durch die Fruchtfolge – immer ein anderer. Wahlers: Inzwischen haben wir fast alle Landwirte durch (lacht). Es ist schon großartig: Keiner muss erst überzeugt werden – das gesamte Dorf steht hinter uns. Mit dem Standort ändert sich immer auch das Layout. Nach den Rückmeldungen der letzten Auflage spielt sich mehr im „Infield“ ab; es gibt weniger Stände außen herum, damit die Besucher noch unmittelbarer das Maisfeldfeeling erleben können.

Was macht die Party, die mittlerweile ja auch Gäste auch aus Bremen oder Hamburg anzieht, so besonders?

Wahlers: Beim letzten Mal habe ich erlebt, wie eine Frau mit ihrer Familie schon beim illuminierten Durchgang aus dem Staunen nicht wieder herauskam – das Ambiente ist halt einmalig. Das schätzen besonders die älteren Besucher. Viets: Viele Besucher wissen, dass wir das Ganze nur aus Bock machen. Wenn die Security, das Thekenteam und alle gut drauf sind, feiert es sich schon ganz anders.

Sie erwähnten gerade die Frau mit Familie: Welche Zielgruppen besuchen die Maisfeldfete?

Viets: Das ist ganz gemischt; es kommen Eltern mit ihren 16-jährigen Kindern, aber auch viele Gruppen – Jüngere wie Ältere. Auch jetzt haben sich schon wieder viele angemeldet. Wahlers: Den unterschiedlichen Musikbedürfnissen tragen wir wieder mit zwei Bühnen Rechnung. Im Zirkuszelt gibt es Elektro, House- und Clubmusik, draußen legen Kai Behrens, der bei der ersten Auflage dabei war, und Sven Stelter, der neu dabei ist, einen Mix aus Alt und Neu auf.

Der Vorverkauf läuft, die ersten 1000 Tickets sind schon in den ersten zwei Wochen online weggegangen: Schielt man auch auf Besucherzahlen als Bestätigung?

Viets: Ziel war nie, möglichst viele Gäste zu haben. Wir wollen vor allem eine geile Party. Natürlich ist man stolz, wenn man in der Hochphase abends mal oben vom DJ-Pult runterguckt und über ein Meer von Köpfen von Zaun zu Zaun blickt. Dann ist der ganze Stress der Wochen davor vergessen.

Ist das für Sie der schönste Moment?

Wahlers: Der schönste Moment ist eigentlich das gemeinsame Eierbacken in der großen Pfanne am Morgen danach, wenn die ersten verrückten Geschichten ausgetauscht werden. Viets: Aber auch der Moment am frühen Abend, wenn alles vorbereitet ist und man gemeinsam grillt und darauf wartet, dass die Leute kommen.

Gibt es auch einen Angstmoment?

Wahlers: Bei der ersten Auflage war es ein bisschen wie bei einem Kindergeburtstag, wo man sich gefragt hat, ob auch alle Kinder kommen, die man eingeladen hat. Und im zweiten Jahr hatte es eine Woche lang geregnet. Da hatten wir auch gemischte Gefühle, obwohl uns die Leute schon vorher versichert haben: „Wir kommen auf jeden Fall, notfalls auch mit Gummistiefeln.“ Am Tag selbst riss dann der Himmel auf; es war dann sonnig und der nächste Regen setzte erst morgens um sechs wieder ein. Viets: Angstmomente gibt es eigentlich nicht mehr – das hat sich im Laufe der Jahre alles gut eingespielt, vor allem die Zusammenarbeit mit Behörden, Polizei und Feuerwehr. Wir hatten schon im März zu einer Vorbesprechung eingeladen. Das kam gut an: Alle zuständigen Behörden waren dabei.

Vor drei Jahren haben Sie mit einer riesigen Discokugel überrascht, vor zwei Jahren mit einem Feuerwerk – was wird es dieses Mal?

Viets: Das wird noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird wieder etwas spektakuläres Neues geben. - hey

Karten für die Maisfeldfete sind zum Preis von sieben Euro bei den Holab-Märkten in Sottrum und Scheeßel, bei der smp-Werbeagentur in Scheeßel sowie online unter www.jbs-maisfeldfete.de erhältlich.

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