Westerholzer Ortsrat beschäftigt sich mit Verkehrssituation

„Weder dramatisch schlecht, noch dramatisch gut“

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Auch in Westerholz werden demnächst sogenannte Geschwindigkeitsdisplays zum Einsatz kommen.

Westerholz - Nur einen Abend, nachdem im Bau- und Planungsausschuss die verkehrlichen Brennpunkte in der Gemeinde durch die Verkehrswacht Rotenburg bekannt gemacht worden waren (wir berichteten), beschäftigte sich auch der Westerholzer Ortsrat mit der Thematik. Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Antrag von Mitglied Kay Rathjen. Danach solle die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis bauliche Maßnahmen prüfen, ob und wodurch Fußgänger und Radfahrer auf dem kombinierten Geh-/Radweg an der Westerholzer Dorfstraße vor dem Durchgangsverkehr geschützt werden können.

„Ich bin schon von mehreren Bürgern auf die verschärfte Gefährdungslage seit der Eröffnung der Autobahnauffahrt Elsdorf angesprochen worden“, erklärte Rathjen. So habe sich der Verkehr inzwischen merklich erhöht und die Anzahl durch den Ort fahrender Lkw aus Sicht der Anlieger zumindest gefühlt verdoppelt. Auch würden sich viele Verkehrsteilnehmer an die innerörtlich vorgeschrieben 50 Stundenkilometer gar nicht erst halten.

In der Tat, warf Ortsbürgermeister Wolfgang Kirchstein (SPD) ein, bewege sich Westerholz in der Rangliste der aus fast allen Ortschaften ermittelten Messergebnisse im oberen Drittel. So habe man im Erhebungszeitraum 68 Prozent an Kfz-Fahrern ausfindig machen können, im Ort zu schnell unterwegs waren. Allerdings, fügte er hinzu, könne man bei 85 Prozent der motorisierten Verkehrsteilnehmer, die im Mittelwert zwischen 54 und 62 Stundenkilometer fahren würden, bei der Dorfstraße nicht von einer Rennpiste sprechen. „Andere Ortschaften wie Sothel und Bartelsdorf sind da sehr viel mehr belastet“, betonte Kirchstein.

Dem schloss sich auch Stefan Behrens von der Gemeindeverwaltung an: „Westerholz ist nicht dramatisch schlecht, aber auch nicht dramatisch gut betroffen.“ Er verwies auf die Geschwindigkeitsdisplays, die als „erzieherische“ Erstmaßnahme zur Tempo-Drosselung Anfang kommenden Jahres an den gemeindlichen Brennpunkten zum Einsatz kommen sollen. Einen baulichen Umbau des Geh- und Radwegs entlang der vermeintlichen Gefahrenstrecke hält er indes für utopisch. „Das wird allein schon aus finanziellen Gründen nicht gelingen“, ließ er die Anwesenden wissen. Worüber aber durchaus nachgedacht werde könne, seien bauliche Verengungen an den Ortseingängen.

Dass man sich über Entschleunigungsmaßnahmen wie Kreisel, Fahrbahnteiler und Bodenwellen im Gemeinderat bereits Gedanken mache, beispielsweise für Sothel und Bartelsdorf, teilte Ortsratsmitglied Ralf Münkel mit. Er warb dafür, über den Antrag seines Gremiumkollegen erst in der nächsten Sitzung zu befinden. „Bevor wir weiter planen, sollten wir jetzt erstmal die Ergebnisse der Messungen mit den Displays abwarten“, lautet sein Plädoyer.

Ein Vorschlag, dem auch seine Mitstreiter folgen konnten. Rathjen: „Warten wir ab, was in der Gemeinde passiert.“

lw

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