Badou M’Baye und seine Trommelgruppe präsentierten sich in Bestform

Westafrikanische Rhythmen

Der senegalesische Meistertrommler Badou M’Baye (3.v.l.) musiziert seit seiner Kindheit. - Fotos: Ujen

Scheeßel - Von Hannes Ujen. Eine faszinierende „Soirée Sénégalaise“ erlebten zahlreiche Besucher am Samstagabend in der Kulturwerkstatt Nötel-Haus in Scheeßel. Eingeladen zur Drum- and Dance-Session hatten der Tanz- und Trommellehrer Badou M’Baye und seine zehnköpfige Scheeßeler Trommelgruppe.

Wer glaubte, die verschiedenen senegalesischen Stücke wie Yankadi, Kuku Cassé, Doundouba oder Assiko seien sich alle irgendwie ähnlich, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn jeder Tanz hat seinen eigenen Charakter in Rhythmus, Choreografie und Ausdruck. Und, was man als Laie kaum glaubt, auch eine eigenständige Melodie ist jeweils deutlich zu erkennen.

Als Zuhörer mit dabei war Peter Usbeck, der mit seiner Frau Dorothee aus Reeßum angereist war: „Nach meinem dritten Anlauf habe ich endlich einen zweitägigen Trommelworkshop mit Badou M’Baye in Rotenburg besucht, war begeistert und habe mich daraufhin gleich für einen Anfängerkurs ‚Djembé Trommeln’ hier im Scheeßeler Nötel-Haus angemeldet.“

Mit Badou als Lehrer hat er bestimmt einen guten Griff getan, denn der gebürtige Senegalese, der jetzt in Lauenbrück lebt, beherrscht nicht nur alle in seiner Heimat vertretenen Trommelarten wie Sabar, Djembé, Tama, Dundun, Saourouba, Bougarabou und Tabala, sondern er bewies dem begeisterten Publikum auch seine Qualitäten als Sänger und Tänzer. Auf den Punkt genau begleitet von seiner Scheeßeler Trommelgruppe, gelang es ihm spielend, das afrikanische Lebensgefühl, geprägt von Vitalität und Lebensfreude, zu vermitteln. „In Afrika gehören Trommeln, Tanzen und Singen zum Leben dazu, wie hier in Deutschland das Essen und Trinken“, so der Meister, der seit frühester Kindheit in seinem Heimatort Mbour, Senegal, musiziert.

Einer der Höhepunkte des Abends war eine Sabar-Demonstration der Extraklasse: Sabar nennt sich nicht nur eine Trommel, sondern auch der Nationaltanz Senegals, bei dem raumgreifende Figuren immer neue Bilder ergeben, dem Herzschlag entsprechend synchron von der Trommel begleitet.

Das bunt gemischte Publikum, darunter auch viele Afrikaner, hielt es nicht lange auf seinen Stühlen: Es tanzte und klatschte im Rhythmus mit. Am Ende des Abend gab es dann für die Akteure stehende Ovationen. Bei den sommerlichen Temperaturen waren auch kühle Getränke und afrikanische Gerichte sehr gefragt.

Informationen zu den Trommelkursen erteilen Badou M’Baye und seine Ehefrau Elisabeth Pietrucha unter 04267 / 4899806.

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