Werkschau von Sabine und Christian Geddert lockt zahlreiche Kunstfreunde an

Überraschende neue Ansichten

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Christian und Sabine Geddert luden zur Werkschau in ihr Atelier nach Vahlde ein.

Vahlde - Von Ursula Ujen. Am Rande von Vahlde und damit ganz nah an der Natur leben Sabine und Christian Geddert in ihrem Domizil am Weg Vor den Landen 8. Viele Kunstfreunde waren in den kleinen Ort gekommen, um sich die neue Werkschau der beiden im Rahmen der Kunstaktion „HeideKultour 2015“ anzusehen, an der sich zahlreiche Künstler aus der Heideregion beteiligt haben.

Beim Gang durch den naturbelassenen Garten trifft man dort unmittelbar oder auch halb verborgen auf die vielfältigen Skulpturen von Christian Geddert. Der Heilpraktiker hat 1997 als Malschüler seiner Frau Sabine Geddert die Kunst für sich entdeckt und widmet sich nunmehr verstärkt dem Schaffen von Skulpturen. „Meine Stücke sind mittlerweile aus Holz gearbeitet, aber auch andere Werkstoffe wie Speckstein, Porenbeton oder Bronze fließen in Arbeiten ein und bilden zum Teil Material-Dialoge“, so Geddert. „Oftmals sind es Zufälle; ich finde mein Holz an der Straße oder im Wald – das Stück muss mir etwas erzählen.“ Ein besonderes Thema für ihn sind Eichen-stelen mit krönenden Figuren, von denen einige im Art-Center-Berlin zu sehen sind. Auch im Landkreis befinden sich einige seiner Skulpturen im öffentlichen Raum.

Sabine Geddert wusste dagegen schon als Zehnjährige, dass sie Malerin werden wollte. Nach dem Studium mit Abschluss als Diplom-Designerin widmete sie sich ganz der freien Kunst und gründete 1985 ihre eigene Malschule in Hamburg, die sie nach wie vor erfolgreich betreibt. Durch die Beteiligung an zahlreichen Ausstellungen machte sie sich bald auch überregional einen Namen. Nach dem Umzug ins eigene Heim mit Außenatelier in Vahlde kam dort 2008 eine zweite Malschule hinzu.

„Am 11. Juli findet hier wieder unsere Malschüler-Ausstellung statt, zu der wir schon jetzt alle herzlich einladen“, erzählt die vielseitige Künstlerin.

Beim Rundgang durch das Atelier sollten Besucher sich Zeit nehmen, so Geddert, um die Bilder ganz in Ruhe zu betrachten: „Ich möchte mit meinen Bildern einladen, einmal innezuhalten und bewusst wahrzunehmen“, erklärt die Künstlerin. „Die Natur als Schatz für die Wahrnehmung hat mich immer inspiriert. Den Blick zu schärfen, einen ‚Augenblick‘ zu riskieren und eventuell auch weniger Offensichtliches zu erkennen, entspricht meinem Wesen.“

Und dieser Aufforderung sollte der Ausstellungsbesucher unbedingt nachkommen, denn tatsächlich offenbaren sich dann in den Bildern viele kleine „versteckte“ Figuren oder Wesen und damit überraschende Wahrnehmungen und neue Ansichten.

Geddert beherrscht alle Maltechniken – ob Acryl, Pastell, Öl, Aquarell oder auch Mischtechniken, wobei sie sich in letzter Zeit besonders intensiv der Ölmalerei widmet. Gern greift sie dabei Licht und Stimmungen auf und spielt mit den Ebenen – sei es durch Positiv-Negativform oder durch Halbreliefs.

Die Liebe zur Natur wird bei der Betrachtung der Bilder spürbar – sie spiegeln die Gefühle der Künstlerin deutlich wider – einmal durch die Auswahl der Motive und vor allem durch die einfühlsame Umsetzung.

In Anbetracht dessen, dass Geddert zwei bis drei Monate an einem Bild arbeitet, erscheinen die Preise für die Originale angemessen, zumal bei schmalerem Geldbeutel auch kostengünstige hochwertige Reproduktionen erworben werden können.

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