Chaos in Parks

Weil Krähen in Mülleimern wühlen: Gemeinde Scheeßel will Anschaffung von Abfallbehältern mit Presse prüfen

Sie sind die neuen Müll-Wühler: Immer häufiger suchen Krähen in Müllbehältern nach Essbarem und verteilen den Inhalt der Tonnen auf dem Boden – wie hier im Scheeßeler Amtsvogteipark.
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Sie sind die neuen Müll-Wühler: Immer häufiger suchen Krähen in Müllbehältern nach Essbarem und verteilen den Inhalt der Tonnen auf dem Boden – wie hier im Scheeßeler Amtsvogteipark.

Scheeßel – Sie kommen meistens am frühen Morgen, wenn nur wenige Menschen unterwegs sind. Und sie hinterlassen ein echtes Müll-Chaos: Brötchentüten, Wurstschalen aus Plastik, Trinkbecher aus Pappe, PET-Flaschen, Pizza-Kartons. Wild verstreut liegt der Abfall um die öffentlichen Müllbehälter im Scheeßeler Amtsvogteipark herum – auf dem Rasen und auf Wegen. Und im Rathauspark sowie am Meyerhof sieht es oft nicht anders aus.

Die Verursacher sind nicht etwa randalierende Jugendliche oder ignorante Erwachsene, wie viele glauben. Es sind vor allem Krähen, die die Müllbehälter nach Essbarem durchsuchen und dabei den Inhalt verstreuen. „So sieht es zurzeit häufig aus“, klagt Birgit Ricke, Grünen-Ratsfrau im Scheeßeler Rat. Ob die Gemeinde nicht Papierkörbe anschaffen möchte, die das Sammelgut auch autark mit Solarenergie pressen können, wollte sie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus, Kultur und Heimatpflege wissen. „Solche Behälter, die dann eindeutig krähensicherer wären, könnten ja vielleicht sogar über das Förderprogramm ,Perspektive Innenstadt‘ angeschafft werden“, schlug Ricke vor. Zur Erinnerung: Die Gemeinde bekommt vom Land Mittel in Höhe von maximal 345 000 Euro zur Stärkung des Scheeßeler Ortskerns gewährt.

„Das können wir gerne mal prüfen, wenngleich wir mit den Krähen natürlich leider nicht werden sprechen können“, scherzte Stefan Behrens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin. Seiner Auskunft nach sei von der Problematik vor allem der Heimatverein mit dem Meyerhofgelände betroffen, befinde sich dort doch der Hauptsitz einer recht großen Krähenkolonie. Nebenarme würden durchaus aber auch in den Rathauspark hineinreichen. „Es ist ein Problem, das wir gemeindeseitig angehen möchten“, kündigte Behrens an. Aktuell würden so bereits Gespräche über Verdrängungsmaßnahmen geführt. „Die Tiere stehen ja unter Schutz, und das sollen sie auch – aber wir wollen natürlich versuchen, die gegenwärtige Situation ein bisschen erträglicher zu machen.“  

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