Weltbestleistung von Scheeßelern im Bierkästenquerstapeln ist dokumentiert

Werkstattclub jetzt offizieller Weltrekordhalter

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Die Weltrekordler aus Scheeßel haben die Scheune von Team-Leiter Matthias Rathjen (Mitte hockend) zum Trainingszentrum umgebaut. Gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Rotenburger Mistböcke und -bienen sowie Marcus Hartje (hinten l.) präsentieren sie ihre Urkunde.

Scheeßel - Von Heinz Goldstein. „Das ist ja der Hammer. Damit hatten wir nie gerechnet“, platzt es aus Matthias Rathjen raus. Unter dem Jubel seiner Mitstreiter vom Scheeßeler Werkstattclub hält der Teamchef die gerahmte offizielle Urkunde des Rekord-Institutes für Deutschland in die Höhe. Rathjen freudestrahlend: „Wir sind Weltmeister!“

Rückblick: Mitte Mai hatte der Club, eine Truppe von acht kräftigen Burschen, den seit 2014 bestehenden Rekord im horizontalen Bierkistenstapeln der Freiwilligen Feuerwehr aus Rotenburg gleich um acht Kästen auf stolze 57 Kisten hochgeschraubt. Eine unglaubliche Leistung von Rathjen und seinen Mitstreitern Thorsten Renken, Hans-Werner Meyer, Ulli Zabel und Hannes Viets. Als Ersatz-Stapler gehören Kevin Weger, Frank Dreyer und Brian Kröger zum Team, das beim Aufstellen des Weltrekords lautstark bejubelt wurde.

Die Mannschaft hatte neben einer Siegesprämie auch den Titel „Norddeutscher Meister“ erhalten. Am Donnerstag gesellte sich nun die Auszeichnung zum Weltrekordhalter hinzu.

Die Initiatoren des damals auf dem Gelände der Firma von Marcus Hartje und Marina Specht in Rotenburg ausgetragenen Kistenstapelns, Heinz Gehnke und einige Mitglieder des Stammtisches „Mistböcke“, überraschten den Werkstattclub, als dieser bei Rathjen auf dem Hof für einen Fernsehauftritt in Köln trainierte. Mit einer Urkunde im Gepäck fahren die Weltrekordler nun am kommenden Donnerstag zu Stefan Raab, um die Leistung am gleichen Abend in dessen „TV Total“-Show vorzustellen.

Gehnke weiß auch schon von der nächsten Meisterschaft zu erzählen. „Am 21. Mai 2016 geht es zum vierten Mal um Prämien und Ehre beim Bierkästenstapeln. Auch der bestehende Weltrekord soll dann angegriffen werden“, so der Präsident der „Mistböcke“. Er ist sich jedoch sicher, dass der Werkstattclub nicht zu schlagen sein wird. Eine Herausforderung für die Teilnehmer, das Gegenteil zu beweisen. „Wir setzen 100 Euro aus der Mistböcke-Clubkasse zusätzlich auf den Sieg für die Scheeßeler Jungs. Diese Summe spenden wir der Kinderhilfe Kenia, wenn der Weltrekord durch ein anderes Team überboten wird“, erklärt Gehnke, der den Weltrekordversuch 2016 bereits an ansprechender Stelle angemeldet hat.

Der Stammtisch der Mistböcke und -bienen hat seit seiner Existenz schon viele Wettbewerbe ins Leben gerufen und organisiert. Waren es früher Kräftemessen im Kartoffelauskriegen, Bobbycar-Rennen, Wettrennen um den Weichelsee oder Kartoffelschälen, so sind es seit drei Jahren die im horizontalen Bierkistenstapeln, für die sich die Leute vom Stammtisch stark machen.

Übrigens: Der Club hat zwar insgesamt je sieben Deutsche Meister-Titel bei Einzel- und Teamwettkämpfen im Kartoffelschälen errungen, über einen Weltrekord konnte jedoch bisher nicht gejubelt werden.

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