Weiter Diskussion über den genauen Standort des Combi-Marktes

Vorrang für den Vollversorger

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Die Discounter Aldi möchte seinen Markt auf die Hofstelle am Vahlder Weg verlegen.

Scheeßel - Soll der Vollversorger Combi in Scheeßel direkt an der Ecke Mühlenstraße/Bremer Straße bauen oder doch lieber am Amtsvogteipark? Diese Frage konnte und wollte der Gemeinde-Ausschuss für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt nach einem Zwischenstandsbericht des Architekten Axel Zimmermann nicht beantworten. Dafür hat er der Ansiedlung des Marktes jetzt Priorität eingeräumt.

Hierfür hat haben die Ausschussmitglieder auf ihrer jüngsten Sitzung empfohlen, das Einzelhandelskonzept für den inneren Versorgungsbereich anzupassen. Das war nötig, da nicht nur Combi eine neue Filiale errichten möchte, sondern auch Aldi auf der gegenüberliegenden Seite des Vahlder Wegs einen neuen Markt bauen und sich so vergrößern will.

Der neue Vollversorger bekomme jetzt Priorität, da er die Monopolstellung des Edeka-Marktes aufhebe. Außerdem spreche die geplante Lage an der Ecke Mühlenstraße/Bremer Straße für ihn. „Scheeßel verträgt einen weiteren Vollversorger“, so Katharina Staiger, Gutachterin von der Gesellschaft für Markt- und Entwicklungsmöglichkeiten (GMA), „jedoch nicht am Vahlder Weg.“

Den Plan eines neuen Aldi-Marktes möchte der Ausschuss nach der Empfehlung erst dann weiterverfolgt wissen, wenn die Nachnutzung der aktuellen Discounter-Immobilie gesichert ist – allerdings unter der Voraussetzung, dass sich dort weder ein weiterer Lebensmittelmarkt noch eine Drogerie, eine Parfümerie oder eine Apotheke einmietet. Das müsse vertraglich abgesichert sein. Andernfalls könnten beide Projekte laut Staiger „nicht realisiert werden“.

Durch einen neuen Combi-Markt mit 1900 Quadratmetern und den neuen 1200 Quadratmeter großen Aldi-Markt würde sich die Verkaufsfläche von Supermärkten im inneren Versorgungsbereich auf insgesamt 6200 Quadratmeter verdoppeln. „Das ist genug“, sagt Staiger.

Darüber hinaus hat der Ausschuss auch die Verschiebung der Grenze des Versorgungsbereich nach Osten empfohlen, um beim späteren Bau des neuen Aldi-Marktes flexibler zu sein. Bisher endete der Bereich direkt hinter der alten Hofstelle am Vahlder Weg, die neue Grenze soll nun weiter in die benachbarte Wiese verlagert werden. Im Hinterkopf behielten die Ausschuss-Mitglieder damit ein mögliches Wohn- und Geschäftshaus, was gegenüber dem Beeke-Zentrum entstehen könnte.

Herrschte bei diesem Thema noch Einigkeit bei den Ausschussmitgliedern, sorgte der genaue Standort – ob an der Kreuzung oder am Amtsvogteipark – des Combi-Marktes weiter für Diskussionen. Ursprünglich hatte der Ausschuss geplant, in der jüngsten Sitzung eine Entscheidung zu fällen. Da die Variante an der Straßenkante noch nicht vollständig geplant war, blieb es lediglich bei einem Zwischenstandsbericht des Architekten Axel Zimmermann.

Dazu öffnete Ausschussvorsitzender Ernst Behrens die Sitzung, um auch die etwa 30 Zuschauer zu Wort kommen zu lassen. Diese waren als Anlieger tendenziell für die zum Park ausgerichtete Variante. Die Variante an der Straßenecke würde die Geschäfte an der Mühlenstraße verstecken, hieß es unter anderem. Außerdem wäre die geplante Verladezone von der Mühlenstraße aus einsehbar. „Hässlich“, befand ein Anlieger.

mro

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