Bärbel Münnich leitet neuerdings die Geschicke des Scheeßeler Mühlenfördervereins

In weiblicher Hand

Bärbel Münnich steht fortan an der der Spitze des Mühlenfördervereins. - Foto: Ujen

Scheeßel - Von Hannes Ujen. Viele Jahre lang war Reinhard Werner Vorsitzender des Fördervereins „Scheeßeler Mühle“. Bei der Jahreshauptversammlung hat er nun seinen Rücktritt erklärt – aus Altersgründen. In seine Fußstapfen ist die 64-jährige Bärbel Münnich getreten. Ihr Ziel: das Kleinod an der Wümme noch bekannter zu machen.

Erst seit fünf Jahren ist die Scheeßelerin im Förderverein Mitglied – angefangen als Beisitzerin, stellvertretende Vorsitzende und jetzt als neues Vereinsoberhaupt. „Ich möchte unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen und mich weiterhin für den Erhalt und die Nutzung des technischen Denkmals engagieren“, so Münnich, die seit 18 Jahren im Beeke-Ort lebt. Davor war die zweifache Mutter als Krankenschwester in Hannover, Dortmund und im bayrischen Fürstenzell tätig. In ihrer Freizeit treibe sie Sport, lese viel und gehe gerne auf Reisen, so die 64-Jährige.

Aufmerksam auf den aktuell 88 Mitglieder zählenden Verein habe sie das ehemalige Vorstandsmitglied Günter Saxer gemacht. „Kennengelernt haben wir uns bei der Scheeßeler Lebensmittelausgabestelle der Rotenburger Tafel, wo wir zwei seit der Vereinsgründung 2008 aktiv sind“, erzählt sie. Dort koordiniere sie als eine von drei Gruppenleitern die Ausgabe.

Für ihr neues Amt als Vereinsvorsitzende hat sich Bärbel Münnich klare Ziele gesetzt: „Mir ist es wichtig, die Scheeßeler und Menschen von außerhalb auf dieses Kleinod aufmerksam zu machen.“ Früher habe sie selbst auch noch nicht gewusst, was die Wassermühle alles beherbergt – sowohl in historischer als auch technischer Hinsicht.

Mehr darüber können Interessierte vom 1. Mai bis Ende September an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 17 Uhr hautnah selbst erleben. An diesen Tagen wird den Besuchern die Müllerei, wie sie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts praktiziert wurde, auf anschauliche Art und Weise vermittelt.

Auch die Mühlenfreunde befinden sich bereits voll in den Planungen für die kommenden Veranstaltungen. Dazu zählen der deutsche Mühlentag am Pfingstmontag, der Kunsthandwerkermarkt am Tag des offenen Denkmals im September sowie das pädagogische Programm „Vom Korn zum Brot“ für Kinder und Schulen. Neu hinzukommen soll voraussichtlich im August ein Bierfest mit selbstgebrautem „Mühlenbier“ – hergestellt vom Sohn eines Vereinsmitglieds.

Weitere Informationen über den Mühlenförderverein sind im Internet erhältlich.

www.scheesseler-muehle.de

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