Unterhaltungsverband beginnt mit Räumkampagne / Flächeneigentümer sind in der Pflicht

Das Wasser muss abfließen

Das Wasser muss fließen: Deshalb sind entlang der Ufer immer auch wieder Räumungsarbeiten erforderlich. Foto: Unterhaltungsverband Obere Oste

Scheeßel – Irgendwer muss ja einen ordnungsgemäßen Abfluss des Niederschlags in Wässerläufen, Vorflutern und Bächen sicherstellen – und da kommt der Unterhaltungsverband „Obere Oste“ mit seinen jährlichen Räumungen ins Spiel. Für etwa 520 Kilometer Gräben, das entspricht 136 Wasserläufen zweiter Ordnung, sei der in Zeven beheimatete Verband laut eigener Darstellung verantwortlich. Sein Einzugsgebiet, immerhin knapp 96 000 Hektar groß, erstreckt sich über drei Landkreise, neben Harburg (7 560 Hektar) und Stade (11 320 Hektar) bildet Rotenburg flächenmäßig den Löwenanteil. Im Südkreis fallen der Sotheler Bach, der Abbendorfer Kanal, die Aue an der Gemarkungsgrenze Abbendorf-Hesedorf, der Oldenhöfener Graben und der Dunghorstgraben bei Oldenhöfen, der Wittkopsbosteler Bach, der Brückgraben bei Helvesiek sowie der Grenzgraben Hamersen-Helvesiek an der dortigen Gemarkungsgrenze in den Verantwortungsbereich.

Und genau an diesen Gewässern, lässt der Verband wissen, will man nun die nächste groß angelegte Räumkampagne starten. Das geschehe vor allem maschinell, unter anderem durch den Einsatz von sogenannten Mähkorbbaggern und Böschungsmähern, heißt es in einer Pressemitteilung. Nur müsse für solche Arbeiten unbedingt auch die Entlangfahrbarkeit gewährleistet sein, was angesichts häufig noch nicht an den Wasserläufen abgeernteter Ackerflächen keinesfalls überall der Fall sei. Darum appellieren die Verantwortlichen auch an die Flächeneigentümer- und -nutzer, falls noch nicht geschehen, von der oberen Böschungskante aus gesehen einen beidseitig durchgängig befahrbaren Streifen von mindestens fünf Metern Breite freizuhalten,

„Insbesondere ist festzustellen, dass auf ehemaligen Grünlandstandorten vielerorts Mais oder auch andere Ackerpflanzen bis zur Kante gepflanzt werden“, schreibt der Verband. Landwirte seien dann sehr häufig der Ansicht, dass die Räumung erst nach der Ernte im Oktober vorgenommen werden dürfe. Ein Umfahren der Räumfahrzeuge entlang der nicht abgeernteten Flächen komme jedoch nicht in Betracht. Ohnehin seien die Eigentümer gesetzlich grundlegend in der Pflicht, ihre Grundstücke so zu bewirtschaften, dass es zu keiner Beeinträchtigung bei der Gewässerunterhaltung komme.

Weiter teilt der Verband mit, dass die Räumung dort, wo es möglich sei, in einem jährlich wechselseitigen Inttervall erfolgen würde. „Für dieses Jahr ist die Befahrung so auch in Fließrichtung von der linken Seite des Wasserlaufs vorgesehen.“

Die genauen Zeiträume, wann wo geräumt wird, können bei der Geschäftsstelle des Unterhaltungsverbands unter den Rufnummern 04281 / 98810 oder 0173 / 9205087 erfragt und im Internet unter www.uhv-obere-oste.de eingesehen werden. Dort gibt es auch viele weitere Informationen rund um den Verband.  lw

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