IT-Fachkraft soll Gemeindeverwaltung in digitalen Angelegenheiten unterstützen

Für den Wandel gewappnet

Geht es nach der SPD/UGS-Gruppe im Gemeinderat, soll die IT-Fachkraft in den Räumen der Beekeschule ihren Platz haben. Foto: Warnecke

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Längst hat die Digitalisierung weite Lebensbereiche erfasst. Kaum ein junger Mensch ist heute ohne Smartphone oder Tablet, in kaum einem Job kommt man noch ohne digitale Hilfsmittel aus. Auch die Gemeinde Scheeßel hat in den vergangenen Jahren bereits viel Geld in die IT-Infrastruktur und -Ausstattung investiert – für ihre Schulen und auch in ihre Verwaltungsabläufe selbst. Nur eine eigene IT-Fachkraft, die ausschließlich dafür bezahlt wird, die Digitalisierung weiter voranzubringen, die gibt es nicht.

„Für beide Bereiche, sowohl für die Schule als auch für die Verwaltung, wäre es für die Lehrkräfte und die Verwaltungsmitarbeiter jedenfalls eine gute Lösung, das nicht mehr aus eigener Manpower umsetzen zu müssen“, erklärte Angelika Dorsch am Mittwochabend im Finanzausschuss. Damit bezog sich die SPD-Ratsfrau auf einen Antrag ihrer SPD/UGS-Gruppe, den Stellenplan entsprechend um 1,5 Stellen für einen IT-Manager zu ergänzen. „Wenn wir erst mal den Anfang machen, und sehen, dass da mehr Bedarf ist, kann man immer noch reagieren“, so Dorsch, die ausdrücklich dafür warb, die Stelle schon jetzt auszuschreiben, damit die Fachkraft bereits mit Beginn des neuen Jahres ihre Arbeit aufnehmen könne – auch und vor allem, um von Anfang an die gesamte Infrastruktur für das im Um- und Ausbau befindliche Rathaus begleitend mit aufzubauen. „Als Arbeitsplatz wäre unsere Beekeschule ideal, da der IT- Support an den Schulen erst mal am dringendsten gebraucht wird“, gab sie weiter zu Protokoll.

Die Verwaltung selbst erachtet einen solchen personellen Lückenschluss grundsätzlich für gut und richtig. Allerdings soll der sich nicht gleich von heute auf morgen vollziehen. „Das Wichtige ist, dass wir nicht kopflos durch die Gegend rennen, sondern dass wir ein Konzept hinsichtlich des Aufgabenfelds und der Organisationsstruktur haben“, machte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) deutlich. Auf die lange Bank wolle man das Thema sicher nicht schieben, „aber wir müssen auch noch Gespräche mit anderen Kommunen führen, die die gleiche Interessenlage haben, und hier unseren Partner finden.“ Mit einem, der Stadt Bremervörde, arbeite die Gemeinde im Rathaus-IT-Bereich schon seit Längerem gut zusammen. „Diese Kooperation möchte ich jetzt auch nicht einfach so vom Tisch wischen wollen.“

Ihrem Plädoyer, eine Stellenausschreibung nicht vor dem vierten Quartal 2020 vorzunehmen, schloss sich die Mehrheit im Fachausschuss mit den Stimmen von CDU, Grüne und Gruppe 57 an. Für Gabriela Villwock (UGS) ist das viel zu spät: „Bis dahin hätte die IT-Kraft an den vielen Maßnahmen, die in der Gemeinde stattfinden sollen, sprich Schul- und Rathausausstattung, sehr gut begleitend teilnehmen können. So bekommt sie nun fertige Dinge vorgesetzt.“

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