Vorstandsteam der Sparkasse Scheeßel legt Jahresbilanz vor / Einlagenbestand weiterhin stark

Niedrigzinsen lassen Kunden kalt

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Legten am Mittwoch die Jahresbilanz vor (v.l.): Rainer Bassen (Sparkassenstiftung) und das Vorstandsteam mit Thomas Riebesehl, Jürgen Lange, Klaus Schröder und Olaf Achtabowski.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Sparkasse Scheeßel hat das bereits hohe Niveau des Vorjahres im Geschäftsjahr 2014 halten können. „Trotz Turbulenzen auf den Märkten sind wir für unser Haus unterm Strich zufrieden“, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Jürgen Lange im gestrigen Pressegespräch die Entwicklung der Bank, die ihre Stellung in der Region weiter gefestigt sieht.

Die Kerndaten der Sparkasse für 2014 bestätigen dies: Die Bilanzsumme liegt mit 569 Millionen Euro auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Die Gesamteinlagen der Kunden stiegen um acht Millionen Euro auf 405 Millionen Euro, hinzu kommt der Wertpapierbestand in Höhe von 95 Millionen Euro.

Auch im Kreditgeschäft hat die Bank zugelegt: Das Volumen sei um knapp drei Prozent auf 402 Millionen Euro angewachsen, hieß es. Treiber waren insbesondere die Baufinanzierungen. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen boome der Neubausektor, sagte Lange, der ebenso auf Zuwächse auf der Einlagenseite verwies. Für ihn angesichts des niedrigen Zinsniveaus keine Selbstverständlichkeit: „Obwohl die Europäische Zentralbank das Niveau soweit künstlich nach unten gedreht hat, dass es sich eigentlich gar nicht mehr lohnt zu sparen, bringen die Kunden ihre Einlagen auch weiterhin zu uns“, stellte er fest. Das, so der Sparkassendirektor, sei auch wichtig: „Wer jetzt das Sparen vernachlässigt, steht in spätestens zehn bis 15 Jahren bei der Altersversorgung vor einem echten Problem.“ Umso zufriedener sei man mit den Bestandsentwicklungen, da gerade der Niedrigzins Kunden dazu veranlassen könnte, ihre Einlagen zur Darlehensrückführung zu verwenden. „Das wird durchaus auch gemacht, trotzdem haben wir da tatsächlich noch einen leichten Zuwachs erzielen können“, konstatierte Langes Vorstandskollege Olaf Achtabowski. „Was an Tilgungen zurückgeflossen ist, haben wir durch Neuausleihungen überkompensieren können.“

Vorsicht walten lassen sollten nach Jürgen Langes Einschätzung die Kreditkunden. „Momentan ist das Niedrigzinsniveau für sie sicher angenehm, allerdings verleitet es den einen oder anderen auch zu Investitionsschritte, die er in fünf Jahren, sollte das Niveau wieder nach oben gehen, möglicherweise nicht mehr zahlen kann – eine vernünftige Beratung ist umso wichtiger.“

Belebt habe sich nach Auskunft der Vorstände das Privat-Finanzierungsgeschäft gezeigt. „Mit dem Schritt zur Eröffnung unseres eigenen Immobilien-Zentrums zur Jahresmitte haben wir ein wichtiges Geschäftsfeld in unser Haus zurückgeholt, das Finanzierungen und Versicherungsleistungen ankoppelt“, so Lange. Zuvor sei das Maklergeschäft an die LBS-Immobiliengesellschaft ausgelagert gewesen. „Die haben wir auch weiterhin als Partner, bei Immobilienkauf- oder Verkaufswünschen steht nun jedoch einer unserer eigenen Mitarbeiter den Kunden zur Seite“, erläuterte Achtabowski.

Überhaupt, die Nähe zum Kunden hat sich die Sparkasse, die im Jahresmittel 183 Mitarbeiter beschäftigt, auch für 2015 auf ihre Fahnen geschrieben. Dazu gehört neben dem persönlichen ebenfalls der virtuelle Kontakt über das Internet. „Wir sind offen für alle technischen Entwicklungen, die natürlich vor den Bankgeschäften nicht Halt machen“, so das Vorstandsmitglied mit Blick auf Smartphones und Tablets. „Informationen müssen heutzutage immer sofort verfügbar sein – wer nicht sofort liefert, verliert“, ist er sich sicher.

Auch baulich hat sich 2014 einiges in der Hauptgeschäftsstelle am Beeke-Kreisel getan: Neben der Schaffung zusätzlicher Büroräume habe man ebenso in der Kundenhalle in einen neuen Kassenbereich investiert, der noch mehr Diskretion gewähre, erläuterte Lange.

Eine ebenfalls positive Bilanz zog der Vorstandsstab mit Blick auf die Sparkassenstiftung – vor immerhin schon 25 Jahren gegründet. So habe man aus den Fördertöpfen, als auch mittels der Sparkassenlotterie insgesamt 52 Projekte im Geschäftsgebiet der Bank unterstützen können, verkündete Stiftungsverwalter Rainer Bassen. Profitiert hätten unter anderem Vereine, Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden. Dass von dieser Art der Förderung letztendlich auch die Sparkasse selbst profitiert, machte Jürgen Lange klar: „Wir wollen Potential für Wachstum schaffen – uns als Bank geht es nur gut, wenn es der Region gut geht.“

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