„Das Vorgehen ist nicht nachvollziehbar“

Arthur Lempert, Fraktionschef der Grünen

Scheeßel – Die zwei Wärmespeicher, die die Bioenergie GmbH & Co. KG, die gewerblichen Betreiber einer Biogasanlage in Scheeßel, auf dem Gelände der Beekeschule errichten möchten – sie schlagen in der Öffentlichkeit hohe Wellen. Die Fraktion B‘90/Die Grünen im Gemeinderat kann die Verärgerung von Schulleiter Sven Borstelmann jedenfalls nachvollziehen und dessen Äußerungen (Ausgabe von Montag) nur unterstützen, wie Fraktionschef Arthur Lempert in einer Mitteilung an die Kreiszeitung erklärt. Nachfolgend seine Stellungnahme im Wortlaut:

„Kürzlich habe ich mich in meiner Funktion als Fraktionsvorsitzender vor Ort informiert und ausführlich mit Herrn Borstelmann über seine Sichtweise und Standpunkte unterhalten. Dabei habe ich ihm unsere volle Unterstützung zugesagt, da auch wir als Fraktion nur den Kopf schütteln über das Auftreten einiger Ratsmitglieder. Zum einen über die Art und Weise, wie hier eine unselige Verknüpfung von privatwirtschaftlichen Betreibern und Politik offen zutage tritt – und zwar gegen die Interessen der Schule und auch gegen die Scheeßeler Verwaltung.

Die Geschwindigkeit der lobbygesteuerten Entscheidung kann von unserer Seite nicht nachvollzogen werden, und auch das Vorgehen der Biogasanlagenbetreiber ist nicht nachvollziehbar.

Klar ist, wir unterstützen zu 100 Prozent eine effizientere Auslastung der Biogasanlage, den Ausbau des Nahwärmenetzes und damit einhergehend eine bessere Versorgung. Dieses darf aber aus unserer Sicht nicht ohne eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse und Ausschöpfung aller Alternativstandorte geschehen. Und gerade Letzteres hat nicht stattgefunden. Von Seiten der Betreiber wurde keine neutrale Expertise nachgewiesen, aus der hervorgeht, dass es keinen Alternativstandort gibt und die Kabelstränge nicht unter der Straße, parallel zu schon verlaufenden Leitungen, verlegt werden können. Solange dieses nicht durch ein Gutachten belegt ist, sehen wir keine Zustimmung zu dem geplanten Standort und stellen uns somit hinter die Position von Herrn Borstelmann und der Scheeßeler Verwaltung.

Wir sehen hier einen klaren und deutlichen Gesprächs- und Beratungsbedarf und fordern, diesen in die entsprechenden Fachausschüsse, im öffentlichen Teil, einzuplanen.“

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