Erschließung läuft auf Hochtouren / Grundstücke sind weiter heiß begehrt

„Vor dem Varel“: Buddeln für den zweiten Bauabschnitt

Viel zu tun für die Bagger: Während auf dem ersten Abschnitt des Baugebiets „Vor dem Varel“ die meisten Häuser bereits stehen, hat nun die Erschließung des zweiten Baubereichs begonnen. - Foto: Warnecke

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Der Maulwurf muss zu einem haushohen Monster mutiert sein. Außerdem scheint er arbeitswütig und ordnungsliebend zu Werke zu gehen. Danach sehen jedenfalls die großen Erdhaufen aus, die seit kurzem an der Landesstraße 130 liegen – in Reih und Glied sowie mit gleichmäßigem Abstand. Natürlich war der Maulwurf nicht beteiligt, sondern ein von Menschenhand gelenkter Bagger. In dem Scheeßeler Baugebiet „Vor dem Varel“ haben die Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt begonnen.

Der Blick aus dem Führerhaus des Baggers fällt in eine tiefe Grube. Dort unten bringen gerade zwei Männer einen Betonkoloss in Stellung, der an Ketten befestigt von der Schaufel herunterhängt. Es handelt sich um ein Teilstück für den neuen Regenwasserkanal, der dieser Tage unter der Ackerfläche verlegt wird. „Wir kommen gut voran“, erzählt der Baggerführer vom Wilstedter Tiefbauunternehmen Rosenbrock – was Gemeindekämmerin Doreen Rönckendorf, zuständig für den Grundstücksverkauf in dem Baugebiet, wenig später im Rathaus bestätigt. Für sie sei der Startschuss für den zweiten und damit auch letzten Bauabschnitt „die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte“.

Anfang 2014 begann die Gemeinde mit dem ersten Abschnitt innerhalb des Bebauungsplans L 130 / Vor dem Varel, im März des selben Jahres wurde bereits der erste Kaufvertrag unterzeichnet. Zwar sei von Anfang an vorgesehen gewesen, das Gebiet in zwei Phasen zu bebauen. Doch dass es mit der Veräußerung der Grundstücke so schnell ginge, „damit haben wir nicht gerechnet“. So habe die Gemeinde nach Rönckendorfs Angaben im ersten Bauabschnitt inzwischen 26 Grundstücke verkauft. Sieben sind reserviert, und eines steht noch zur Verfügung. 30 Grundstücke umfasst nun das Baugebiet „Vor dem Varel II“.

Das neue Wohngebiet „im Grünen“ sei ideal für Familien, betont die Kämmerin mit Blick auf die nahegelegenen Schulen und den Kindergarten. Einkaufsmöglichkeiten gebe es „um die Ecke“ und auch die gute Erreichbarkeit des Bahnhofs würde zur Attraktivität des Standortes beitragen.

Auch Flächen für ein sogenanntes Mischgebiet sind vorgesehen. Dieses mindestens zur Hälfte gewerblich genutzte Areal grenze unmittelbar an die Landesstraße und sei den Baugebieten „Fuhrenkamp“ und „Vor dem Varel“ vorgelagert, erläutert Rönckendorf. Der Investor sei eine private Gesellschaft, mit dem die Gemeinde bereits Gespräche für den Neubau eines Kindergartens mit Krippe führen würde. Denn auch eine derartige Einrichtung soll vor Ort entstehen.

Es gibt bereits eine Interessentenliste

Die Kämmerin ist voller Zuversicht, dass es mit dem Boom auch so weitergeht. Denn obwohl es im zweiten Abschnitt voraussichtlich erst im Juli mit der Bebauung losgehen kann, zeichne sich auch dort schon eine große Nachfrage ab. „Es gibt bereits eine Interessentenliste, die seit dem Erschließungsbeginn täglich wächst“, so Rönckendorf, die hofft, dass nicht nur Scheeßeler dort neue Domizile errichten, sondern sich auch Neubürger ansiedeln.

Wann genau das Gebiet vollständig bebaut sein wird, sei allerdings schwer vorherzusagen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Käufer sehr zeitnah mit dem ersten Spatenstich beginnen.“ Spätestens aber fünf Jahre nach der Kaufvertragsunterzeichnung müsse das Haus bezugsfertig sein, nennt sie die Bedingungen.

Eine Bauträgerbindung gibt es nicht. Wer eines der zwischen 650 und 1 300 Quadratmeter großen Grundstücke erwirbt, kann dort seine eigenen vier Wände mit eigenen Architekten verwirklichen. Möglich sind Ein- und Zweifamilienhäuser.

Nach Abschluss der Kanalarbeiten soll es mit der Buddelei sofort weitergehen – für etwa drei Wochen werden dann die anderen Versorgungsträger ihre Leitungen legen, unter anderem auch für schnelles Internet. „In jedem Haushalt kann dann also ein Glasfaseranschluss gelegt werden“, so die Kämmerin. „Das ist hochattraktiv.“

Auskünfte erteilt Doreen Rönckendorf unter der Telefonnummer 04263 / 9308-1820 (E-Mail: roenckendorf@scheessel.de).

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