Aus voller Überzeugung

DRK und NFV: Blutspende in Hetzwege wird zur Meisterschaft

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Erstspender Jannik Meyer und seine Mutter Christa wurden von Ria Lüdemann (2.v.r.) und Irene Lunk vom Aufnahmeteam in Empfang genommen.

Hetzwege - Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) und der DRK-Blutspendedienst hatten am Mittwoch in der Hetzweger Grundschule zu ihrer gemeinsamen Aktion „Blutspendemeister 2018“ aufgerufen. Insgesamt traten 84 Bürger zur Meisterschaft in der Aula an und unterstützten damit die gute Sache. Darunter waren sogar zehn Erstspender. „Wir sind mit der Beteiligung sehr zufrieden. Es ist alles gut gelaufen“, zog Marianne Frick von der örtlichen DRK-Gruppe Bilanz.

Beim „Anpfiff“ um 16 Uhr machten sich die ersten Spender für den Aderlass bereit, legten Blutspende-Pass und Personalausweis vor und durchliefen verschiedene Stationen bis sie ihr Ziel, die Blutspende, erreichten. Belohnt wurden sie mit einem leckeren Imbiss. Die große Mehrheit ließ sich registrieren und sammelte für den SV Germania-Hetzwege-Abbendorf Punkte.

Meister wird gekürt

Denn ähnlich wie bei der Fußball-Bundesliga wird der „Verein“, der die meisten Spender aus den eigenen Reihen mobilisieren kann, am Schluss der Aktion zum Meister gekürt. Die bestplatzierten Vereine können sich zudem über Trikots und Fußbälle freuen. „Eine tolle Aktion, mit der die Akteure auch noch zu echten Lebensrettern werden können“, befand Frick. Sie und ihr fleißiges Helferteam hatten die Blutspendemeisterschaft perfekt vorbereitet und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Auch Erstspender Jannik Meyer (24) nahm auf der Liege Platz. Nach wenigen Minuten war der Blutbeutel voll. „Es fühlt sich gut an“, betont der Industriekaufmann. „Außerdem spende ich den Punkt, den ich dafür bekomme, gern unseren Fußballjungs.“ Ob er wiederkommt? „Aber na klar!“

Einfach etwas Gutes tun

Nina Riepshoff war mit ihrem Mann Axel und den Kindern Enja (3) und Martje (noch nicht ganz ein Jahr alt) in die Grundschule gekommen. Abwechselnd betreuten sie ihren Nachwuchs, während einer sich anzapfen ließ. Auf Blutspenden könne schließlich jeder einmal angewiesen sein, sagt die junge Mutter. Umso wichtiger sei es, dass viele Menschen spenden gehen. „Außerdem tut es mir gut, ich fühle mich danach richtig fit“, berichtet sie, während ihr Blut durch einen dünnen Plastikschlauch in den sterilen Beutel fließt. Und Vater Axel ergänzt: „Auf diese Weise gewöhnen sich unsere Kinder daran, dass Blutspenden eine ganz normale Sache ist.“

Während die Familie sich auf den Nachhauseweg begibt, stellt sich Bernd Miesner in die Wartschlange. Heute wird er sie sich in Hetzwege zum bereits 75. Mal einen halben Liter Blut abzapfen lassen. „Ich möchte damit einfach nur etwas Gutes tun“, sagt der überzeugte Mehrfachspender.

hr

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