Volksbank honoriert Arbeit der Beeke-Schüler mit Senioren und Flüchtlingen

Ein Preis für soziales Engagement

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Beim Spielefest knüpften Asylbewerber und Beeke-Schüler über alle Sprachbarrieren hinweg Kontakte.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. „Fair bringt mehr” – dieses Motto setzen etliche Beeke-Schüler in ihrem Schulalltag ganz praktisch um. Nun wurde das ehrenamtliche Engagement, das die AG der „Bengels” unter Leitung von Heidi Past, aber auch andere Schüler in jüngster Vergangenheit gezeigt haben, im Rahmen des gleichnamigen Wettbewerbs der Volksbanken Raiffeisenbanken geehrt.

Bereits zum zehnten Mal waren Kindergärten und Schulen in Niedersachsen dazu aufgerufen gewesen, sich als Gruppen oder Klassen beim „Wettbewerb für mehr Miteinander” zu beteiligen, bei dem Projekte zu Themen wie Fairness, Teamgeist und soziales Miteinander im Mittelpunkt standen. Die Beeke-Schule sicherte sich auf Ortsebene als eine von vier Schulen einen mit 250 Euro dotierten Preis.

Überzeugt hatten die Jury gleich zwei Projekte: Zum einen das im Juni abgehaltene „Café der Begegnung“, bei dem 17 Zehntklässler aus dem Unterrichtsbereich „Gesundheit und Soziales“ unter Leitung von Gesine Willen die Organisation übernommen hatten. In Absprache mit der Flüchtlingshilfe der Kirchengemeinde planten die Schüler im Juni einen Spielenachmittag mit Schülern und Asylbewerbern, luden die Flüchtlinge persönlich ein und kümmerten sich um Organisation und Durchführung des geselligen Nachmittags, bei dem Einheimische und Neubürger im Pausengarten der Schule in ungezwungener Atmosphäre Kontakt aufnehmen konnten. Der zweite Teil der Ehrung würdigte das Engagement der Arbeitsgemeinschaft „Bengels“, die neben den Pfandsammelaktionen beim Hurricane-Festivals regelmäßig Senioren im Beeke-Haus besuchen, um mit ihnen zu spielen, zu singen oder ihnen vorzulesen, aber auch das Pflegepersonal ganz praktisch zum Beispiel bei der Verteilung des Essens unterstützen.

Schulleiter Sven Bostelmann ist voll des Lobes für das bereits seit mehreren Jahren laufende Projekt: „Dass Schüler in diesem Alter Kontakt zur anderen Seite des Lebens haben, ist schon außergewöhnlich!“ Für die Schule sei die Anerkennung nicht nur wegen des Geldpreises wichtig, mit dem weitere soziale Projekte angeschoben werden können: „Es geht auch um die Würdigung des Engagements von außen. Das ist schon etwas anderes, als vom Lehrer gelobt zu werden, besonders, wenn es von renommierter Stelle kommt.“

Die Beeke-Schule ruht sich indes nicht auf ihren Lorbeeren aus. „Mit dem Geld können wir weitere soziale Projekte anschieben“, freut sich Bostelmann. So planen die „Bengels“ einen „mobilen Snoozleraum“, mit dem sie die Senioren besuchen wollen. Auch die Bildung von „Tandems“ aus einheimischen Schülern und Flüchtlingskindern (immerhin rund zehn Prozent der Beeke-Schüler sprechen kein oder nur wenig Deutsch) soll weiter vorangetrieben werden. Dabei gehe es nicht nur um den Abbau von Sprachbarrieren, sondern darüber hinaus auch um Integration: „Unser Ziel ist es, möglichst viele Berührungspunkte zu schaffen. Dabei sollen auch weiterhin Eichenschüler einbezogen werden.

Bostelmanns Appell: „Wir suchen dringend Menschen, die Sprachen unserer Schüler sprechen!“ Dabei handele es sich beileibe nicht nur um Syrer, sondern auch um Schüler aus dem Balkan und Schwarzafrika; „und auch Kinder aus Polen oder Tschechien – über die redet gegenwärtig keiner“.

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