Visselhövederin Britta Haffke stellt ihre Werke im Rathaus aus

Gelebte Gefühle in explodierenden Farben

Britta Haffke (l.) gab den Vernissage-Besuchern gern Auskunft über ihr Schaffen.
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Britta Haffke (l.) gab den Vernissage-Besuchern gern Auskunft über ihr Schaffen.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Viel zu Gucken hatten am frühen Donnerstagabend die Vernissagen-Besucher zur Ausstellung „Abstrakt bis Fotorealistisch“ von Britta Haffke.

Neben den großflächigen Acrylbildern, deren farbenfrohe Flächen das Auge in ihren Bann ziehen, hängen kleine, gestochen scharfe Zeichnungen. Käfer, Hennen, ein Fisch von gut einem Meter Breite: Die abgebildeten Tiere sind fast fotorealistisch wiedergegeben. Ein Widerspruch?

Zumindest ein Kontrast. Die Visselhövederin lacht: „Ich werde bei Ausstellungen des Öfteren gefragt, wo denn der andere Künstler bleibt.“ Als Fachbereichsleiter Inneres Stefan Behrens sie vor sechs Wochen anrief, ob sie nicht im Rathaus ausstellen wolle, war sie sofort Feuer und Flamme: „Sonst muss man manchmal über ein Jahr auf Termine warten!“ Wie ihre Visitenkarte in die Hände des Rathausmitarbeiters geraten war, wissen beide nicht so genau. Fakt ist: Auch Verwaltungschefin Käthe Dittmer-Scheele freut sich an dem „frischen farblichen Wind“ in den Gängen der Verwaltung: „Etwas in dieser Art hatten wir hier wohl noch nicht!“

Für die gelernte Dekorateurin und Grafikerin ist das Malen Leidenschaft und Abschalten zugleich: „Andere treiben Sport oder machen Musik, ich male eben!“, erklärt sie ihr Hobby, das sie seit 1995 ausübt. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Kreidezeichnungen, von Häusern, Kirchen oder auch Seepferdchen und Schnecken. Während ihre Tierbilder in der Regel nach Fotovorlagen entstehen, entstehen ihre großformatigen Farbexplosionen in Acryl eher ungeplant: „Das sind gelebte Gefühle, aber auch Geschichten“, und deutet auf zwei Striche, mit denen die Künstlerin zwei Menschen angedeutet hat. Welche, bleibt ihr Geheimnis. Auch ohne Deutungshoheit dürfen sich die Besucher des Rathauses an den Bildern der Malerin mit den zwei stilistischen Faibles freuen – übrigens „alles Bilder, die ich auch malen wollte!“, betont Haffke. Das sei bei Auftragsarbeiten mitunter schwieriger. Erste Fachgespräche hatte sie schon vor der offiziellen Eröffnung mit Fachbereichsleiter Gebäudewirtschaft und Hobbymaler Udo Drees geführt.

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