Vierteljahrhundert Elternpower

Kindergarten Wohlsdorf feiert 25-jähriges Bestehen

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Mit einem großen Luftballon-Wettbewerb machte der Kindergarten Wohlsdorf auch über das Dorf hinaus auf sich aufmerksam. 

Wohlsdorf - 25 Jahre Kindergarten Wohlsdorf – der Blick, den Leiterin seit 1995 Heike Herrmann am Samstag gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde, Eltern und vielen aktuellen und ehemaligen Kindergartenkindern in Vergangenheit und Zukunft warf, nahm sich so ebenso freundlich-bunt aus wie die bunt geschmückten Räumlichkeiten selbst.

Dass der Kindergarten entgegen der Ansicht im Rathaus („Das lohnt nicht“) überhaupt entstand, sei dem massiven Druck von Eltern aus Bartelsdorf und Wohlsdorf zu verdanken gewesen, die es leid waren, ihre Kinder jeden Tag nach Jeersdorf oder Scheeßel zu karren. Für Gemeindearchitekt Udo Drees war es 1991 der erste Auftrag: „Das waren heiße Zeiten – es musste ganz schnell gehen: Entwürfe binnen 14 Tagen, und alles per Hand gezeichnet“, erinnerte er sich mit Blick auf den Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus, die ehemalige Dorfschule.

Für Leiterin Heike Herrmann, die insgesamt nicht nur 193 Kinder in einer kleinen Halbtagsgruppe, sondern ebenso viele Familien „ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten durfte“, ist der Zwergenkindergarten ein Glücksfall: „So eine kleine, familiäre Einrichtung ist gerade für die Jüngsten, die sich ja zum ersten Mal von Zuhause lösen müssen, wunderbar!“ Ihr ist die Ausrichtung als „musikalischer Kindergarten“ mit Gütesiegel für „besondere musikalische Früherziehung“, dreimaliger Verleihung der Felix-Plakette und der mittlerweile fünfjährigen Kooperation mit der Kreismusikschule zu verdanken. Klar, dass der Festakt von den Drei- bis Sechsjährigen mit einigen Liedern untermalt wurde. Das gefiel nicht nur Roswitha Lubos aus Achim, die der Einladung ihrer Enkelin Jette (5) gefolgt war. „Toll, dass hier über die Musik auch Inhalte und Werte vermittelt werden, wie bei dem Lied über das Teilen“, erklärte sie, bevor sie die gerade gebastelten Medaillen der Enkelin bewunderte.

Ein Teil der Erlöse aus dem Kuchenverkauf, so hatten sie Kinder beschlossen, fließt in ein Kita-Projekt in Indien – die Beschäftigung mit dem Teilen zu St. Martin hat nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Immer noch würden, so hat Herrmann beobachtet, beim Frühstück die Brote geteilt oder getauscht.

Eigentlich hätte die Leiterin schon längst aufhören müssen: „Wenn das erste Kind eines Kindergartenkindes in meine Gruppe kommt, ist Schluss“, hatte sie mal gesagt. Das ist zum ersten Mal der Fall: Der „kleine Nils“ aus der Bärengruppe auf der Bierbank gegenüber hat zwei Kinder hier – „aber ich mache doch noch weiter!“ 

hey

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