Verwaltung schwebt moderate Gebührensteigerung für das Beeke-Bad vor

Kommt die Preiserhöhung?

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Planschen im kühlen Nass – und die Gemeinde Scheeßel zahlt noch kräftig drauf.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Steigen im kommenden Jahr die Eintrittpreise für das Beeke-Bad? Fakt ist: Das Freibad am Helvesieker Weg ist und bleibt ein Zuschussbetrieb, kann die laufenden Kosten allein durch Eintrittsgelder nicht auffangen. Die Verwaltung wirbt für eine moderate Gebührenerhöhung. „So würden wir zumindest den Subventionierungsbetrag je Besucher etwas verringern“, erklärte Rathausmitarbeiter Stefan Behrens am Dienstagabend im Finanzausschuss.

Gerade einmal 50000 Besucher – und damit weit weniger als erhofft – habe man in der diesjährigen Saison gezählt, berichtete Behrens. Das finanzielle Minus, mit dem 2016 wieder der Betrieb aufgenommen werde, belaufe sich seinen Berechnungen nach auf 233000 Euro. „Jeden Freibadbesucher subventionieren wir mittlerweile mit vier Euro“ – für den Fachbereichsleiter sei das kein Pappenstiel. Vor dem Hintergrund, dass sich auch für die Folgejahre ein Zuschussbedarf über je rund 200000 Euro abzeichne, regte er im Ausschuss an, die Eintrittgelder ab der kommenden Saison in Maßen zu erhöhen. So, bemerkte Behrens, würden es schließlich auch die umliegenden Freibadeinrichtungen tun. „Ich persönlich fände so einen Schritt sachgerecht und überhaupt nicht überzogen.“

Protest wurde laut aus den Reihen der Grünen-Fraktion. „Die Leute, die das Bad besuchen, sollten nicht durch hohe Preise abgeschreckt werden“, äußerte sich Ursel Brüning-Wildhagen. Im Sinne der Sportförderung müsse ihren Worten nach „diese Schranke doch möglichst niedrigschwellig angesetzt werden“. Immer weniger Kinder würden Schwimmen lernen, „da wäre eine Erhöhung das völlig falsche Zeichen“, ist die Ratsfrau überzeugt. Stattdessen sollte man vor diesem Hintergrund Besuchern unter zwölf Jahren den Eintritt künftig doch besser ganz erlassen, lautete ihr Vorschlag.

Dass natürlich auch ältere Bürger das Bad nutzen würden, warf Manfred Lieder (CDU) ein. Er selbst sei regelmäßiger Gast, „mit einer Preiserhöhung um 20 Cent könnte ich auch gut leben“. Das sieht auch sein Fraktionskollege Klaus-Dieter Masselink so. Er warb für eine Erhöhung explizit beim älteren Publikum. „Selbst 50 Cent mehr wären an dieser Stelle nicht zu wenig“, befand er.

Möglichkeiten der Energieeinsparung brachte Ralf Münkel (Gruppe 57) ins Spiel. So sieht der Ratsherr durchaus Potential in einer von der Gemeinde ins Auge gefassten Photovoltaikanlage auf dem Sporthaus, das Defizit möglicherweise zu reduzieren.

„Wenn wir dahingehend Informationen gewinnen, kann das nicht sicher nicht falsch sein“, meldete sich Detlef Steppat (SPD) zu Wort. „Ich persönlich bin aber prinzipiell gegen eine Erhöhung der Eintrittsgelder.

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