„Ich experimentiere gern“

Veranstaltungstechniker Philip Göttert illuminiert Scheeßel

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In ganz anderem Licht: So hat man die Sonnen-Apotheke an der Bahnhofstraße bisher noch nicht gesehen.

Scheeßel - Wenn am Freitag, 22. September, der Scheeßeler Ortskern im Rahmen der zweiten „Illuminierten Nacht“ in buntes Licht getaucht wird, zieht er die Strippen: der Wohlsdorfer Philip Göttert. Im Interview verrät der Meister der Veranstaltungstechnik, was die Besucher dieses Mal erwartet.

Herr Göttert, wie sind Sie auf die Idee zur Illuminierung des Ortes gekommen – so etwas gehört ja vermutlich eher nicht zu Ihrem Kerngeschäft?
Philip Göttert: Kennengelernt habe ich das Konzept, das es ja mittlerweile in vielen Städten gibt, in Nordrhein-Westfalen, ich glaube, es war in Borken. Die Idee, so etwas auch in Scheeßel mit dem GVS umzusetzen, hat mich natürlich sofort begeistert. Gebäude für besondere Anlässe mithilfe von Lichttechnik in den Vordergrund zu rücken, kommt in meinem Beruf schon öfter vor; in dieser Häufung ist es dann schon noch mal etwas Besonderes.

Wie geht man an eine solche Aufgabe heran?
Göttert: Neben einer Ortsbegehung schon wegen der Technik, wo ich beispielsweise gucke, wo die Steckdosen sind und wie viele Meter Kabel ich einplanen muss, gibt es ein Vorgespräch mit den Auftraggebern. Viele haben schon konkrete Ideen, zum Beispiel, dass das Gebäude in den Unternehmensfarben illuminiert wird. So haben wir auf dem Meyerhofgelände letztes Jahr Grün und Lila, also die Farben des Ortes, eingesetzt – dieses Mal soll aus aktuellem Anlass eine andere Farbe im Vordergrund stehen. Im vergangenen Jahr hatte sich „La Piazza“ die Farben der italienischen Flagge gewünscht, beim Werbeteam wurden abwechselnd einzelne Objekte angestrahlt.

Würden Sie sich eher als Techniker oder als Künstler ansehen?
Göttert: Als Künstler? Auf keinen Fall! Eher als ahnungslosen, neugierigen Hobbyforscher, der guckt, was geht. Wenn die Menschen die Lichtlandschaften betrachten, brauchen sie nicht nach einer tiefergehenden Message zu suchen, sondern sie sollen sich einfach daran erfreuen. Ich experimentiere gern, probiere viele Effekte vorher bei mir auf dem Hof aus, habe viele Ideen.

Heißt das, dass man sich auf neue Effekte freuen darf?
Göttert: Mal sehen – ich probiere gerade so einiges aus. Dieses Mal soll es weniger statisch zugehen, mit mehr Bewegung. Man sieht vieles, was man einbauen könnte! Spannend finde ich beispielsweise reflektierende Wasserflächen. Oder Licht, das durch die Äste scheint: Wenn man die mit einem Drehspot anleuchtet, scheint der Baum auf einen zuzukommen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn die illuminierte Nacht wieder so gut angenommen wird wie im vergangenen Jahr. Diejenigen, die ihre Fassade haben anleuchten lassen, sind so gut wie alle wieder dabei, und noch einige andere – das ist für uns eine schöne Bestätigung, dass die Veranstaltung auch wirklich ankommt.

hey

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