Veranstaltung mit Fidi Ehlbeck, Manfred Küppers und Hannes Ujen im Café Kis erweist sich als Besuchermagnet

Publikum beweist Liebe zum Plattdeutschen

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Hannes (v.l.), Manni und Fidi legten sich voll ins Zeug.

Scheeßel - „Restlos besetzt”! Das hätte das Café-Kis-Team nicht in kühnsten Träumen erwartet, als es zum plattdeutschen Heimatnachmittag mit lokalen Künstlern ins Nötel-Haus eingeladen hatte. Schon eine halbe Stunde vor Beginn waren die Plätze ausgebucht. „Das Konzept ist voll aufgegangen und hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, gerät denn auch Mitorganisatorin Margret Otte ins Schwärmen.

Und das Publikum, vorwiegend natürlich älteren Semesters, wurde wahrlich nicht enttäuscht. Das 74-jährige Urgestein Fidi Ehlbeck aus Lauenbrück – bekannt aus Funk und Fernsehen – lief im Laufe des Nachmittags immer mehr zur Hochform auf und lieferte nach spontaner Stichwortgabe von Moderator Hannes Ujen urkomische Beiträge ab. Egal ob Themen wie „Handy“ oder „Eheprobleme“ – Ehlbeck parierte locker alle Begriffe mit seinem urwüchsigen und augenzwinkernden Humor.

Bravorufe am hellichten Tag in Scheeßel – fast unvorstellbar, und doch gab es sie für Manfred „Manni“ Küppers, als er in die Tasten seines Akkordeons griff und grandios die Stücke „Zirkus Renz“ und „Tanzende Finger“ interpretierte. Mit dem Beitrag „Wi schenkt uns nix“ beleuchtete Ujen dann humorvoll den Rummel und Stress um Weihnachtsgeschenke.

Vorbeigehende Passanten auf der Kirchstraße werden sich sicher gewundert haben, denn sie hörten lautstarken Chorgesang mit Liedern wie „Lütt Anna Susanna“, „Herrn Pastor sien Koh“ oder „Dat du mien Leevsten büst.“ Der spontan gegründete gemischte Chor überzeugte durch Textsicherheit und Harmonie.

Als Ehlbeck trotz des riesigen Beifalls dann irgendwann doch seinen Auftritt beendete, erhob er sein Wasserglas auf die Gäste und meinte in einem Wortspiel ganz trocken: „Ich muss ja fahren, ich kann mich nicht gehen lassen.“

Für die Verantwortlichen steht nach dieser Veranstaltung fest: Im kommenden Jahr soll von dem plattdeutschen Nachmittag eine Neuauflage geben. Manni Küppers ließ es sich dann auch nicht nehmen, die Gäste bis zu ihrem Abschied auf seinem Tasteninstrument zu begleiten – und so konnte man tatsächlich sehen, wie selbst ältere Gäste tanzend das Nötel-Haus verließen.

uj

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