Veranstalter und Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz des Festivals

Hurricane: So ruhig und entspannt wie nie

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Kurz vor Schluss nochmal alles geben: Die Hamburger Band Fettes Brot heizte den Fans gestern Abend ein.

Scheessel - Von Lars Warnecke. Drei Tage Musik und Party auf dem Eichenring in Scheeßel sind wieder Geschichte. Nach den finalen Auftritten von Fettes Brot und Seeed gestern Abend haben die mehr als 70000 Besucher des Hurricane die Heimreise angetreten. Veranstalter und Einsatzkräfte zogen schon gestern eine positive Bilanz des Festivals.

So meldeten Polizei und Feuerwehr bis zum Nachmittag keine besonderen Vorkommnisse. Laut Heiner van der Werp, Sprecher der Rotenburger Polizei, seien seit Freitag nur etwa 200 Strafverfahren eingeleitet worden, darunter die Hälfte aufgrund von Taschendiebstählen sowie Diebstählen aus Zelten. Erfreut zeigte er sich davon, dass die Beamten nur wenige Sachbeschädigungen und Beleidigungen nach dem Festival bearbeiten müssen. Ebenso sei die Zahl der Körperverletzungen mit 18 Fällen erfreulich gering. „Sollte auch beim nächtlichen Abreiseverkehr alles ohne große Probleme laufen, können wir vom bislang entspanntesten Hurricane der vergangenen Jahre sprechen“, sagte van der Werp. Besonders hob er einen Fahndungserfolg hervor, bei dem Zivilfahndern durch Hinweise von aufmerksamen Besuchern eine dreiköpfige „Zeltschlitzer“-Bande ins Netz gegangen war. Die Berufskriminellen hatten es auf Geldbörsen und Handys abgesehen. Ein von ihnen gestohlenes Smartphone habe man dem Besitzer zurückgeben können.

Vergleichsweise wenig zu tun am Festival-Wochenende hatten die Brandschützer. Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Volckmer sei man zu zwölf kleineren Bränden ausgerückt, vor allem Dixi-Brände und ein in Flammen stehender Container seien diesmal im Spiel gewesen.

Mehr Arbeit wartete indes auf die Hundertschaften an Sanitätern unter Federführung des Roten Kreuzes: Rund 1700 Versorgungen wurden protokolliert, 110 Besucher mussten zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden.

Auch Veranstalter FKP Scorpio präsentierte seine Sicht auf das Hurricane. Auffällig sei in diesem Jahr die frühe Anreise der Festivalgänger gewesen, konstatierte Produktionsleiter Jasper Barendregt. „Schon am Donnerstagabend waren 50000 Leute hier, das ist noch nie vorgekommen!“ Den Hauptgrund sah er in dem Feiertag in Süddeutschland: Am Tag vor der offiziellen Eröffnung war Fronleichnam.

Immer wieder ein Thema beim Hurricane: der Müll. Hatten die Besucher im vergangenen Jahr rund 1000 Tonnen an Unrat hinterlassen, hofft Barendregt, dass es in diesem Jahr deutlich weniger sein wird. „Der ganze Müll wird erstmals in eine Sortieranlage gefahren, um möglichst viel wieder in den Kreislauf zu bekommen.“

Hurricane-Festival am Sonntag: Mit Wiebusch, Bonaparte, Franz Ferdinand

Schon heute soll der Kartenvorverkauf für das nächste Hurricane (19. bis 22. Juni 2015) anlaufen. Auf die Frage, welche Bands denn nächstes Jahr auftreten werden, meinte Geschäftsführer Stephan Thanscheidt: „Ich werde den Teufel tun, hier Namen zu nennen.“ Im Herbst wolle man mit dem ersten Paket an Künstlern rausgehen.

Hurricane Festival - der Sonntag

Bosse, Donots, Tom Odell - mehr Bilder vom Samstag

Alle weiteren Informationen, Geschichten und Bilder vom Festival-Wochenende gibt es auf unseren Sonderseiten, für die wir in dieser Ausgabe einen Großteil unserer lokalen Berichterstattung reserviert haben.

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