Dietmar Hornig stellt Film vor

Unterwegs in Neuseeland, dem Land der Wolken

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Die Zuschauer ließen sich beim Filmvortrag von Dietmar Hornig von atemberaubenden Landschaften Neuseelands bezaubern.

Scheeßel - Von Hannes Ujen. Neuseeland auf eigene Faust erleben. Das war schon immer der Wunsch von Dietmar Hornig. „Nach meiner Pensionierung im Jahr 2005 war es endlich soweit, dass ich mir meinen Traum einer längeren Reise in das Land erfüllen konnte“, erzählte der ehemalige Leiter der Beekeschule, seinen Gästen im voll besetzten Café-Kis. Sie alle waren gekommen, um sich seinen Neuseeland-Film anzuschauen, den er komplett in Eigenregie aus mehr als zehn Stunden Material herstellte – von ihm selbst geschnitten und vertont.

Pünktlich am Nachmittag startete im Nötel-Haus der „Flieger“, und nach kurzer Zwischenlandung waren die Zuschauer auch schon im 20 000 Kilometer entfernten Neuseeland. „Eines alten Traumes lange Reise“ übertitelte der Scheeßeler seine filmischen Impressionen vom anderen Ende der Welt. Nach mehrtägigen Flügen in Etappen über Perth und Sydney erreichte er sein Ziel Auckland auf dem geografisch isolierten Inselstaat im südlichen Pazifik. „Ich nahm mir einen Mietwagen und erforschte so über sieben Wochen ‚Aotearoa‘ – das Land der langen weißen Wolke, wie sie die Maoris, Neuseelands Ureinwanderer nennen“, so Hornig.

Auf sich allein gestellt habe er abenteuerliche Touren unternommen, die ihn oft abseits der touristischen Trampelpfade an traumhafte Küsten, Seen, Fjorde, Gletscher, Vulkane oder heiße Quellen geführt hätten. „Die spärlichen Wegweiser im Hochgebirge waren sehr ungenau – mittelschwere Touren waren in Wirklichkeit sehr herausfordernd. Ich war noch nie so körperlich erledigt.“ Selbst eine fitte Zwanzigjährige sei dort an ihre Grenzen gekommen, eine andere Bergsteigerin habe man nach Beinbruch mit dem Hubschrauber bergen müssen.

Abenteuerliche Solo-Touren durch den Regenwald

Abenteuerlich und nicht ungefährlich beschreibt Dietmar Hornig auch seine Solo-Touren durch den Regenwald – ohne Handy-Empfang. Auch die Autofahrten im Linksverkehr auf schmalen Trails ohne Leitplanken direkt am Abgrund hätten es in sich gehabt.

Zur Freude der Zuschauer gelang es ihm vorzüglich, mit seinen Film- und Momentaufnahmen die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands in all ihrer Vielfalt zu dokumentieren. Ein besonderer Höhepunkt sei das Wiedersehen mit den Maori-Frauen Kay und Pete gewesen, die er Monate zuvor beim Trachtenfest in Scheeßel beherbergt hatte: „Sie gaben mir viele wertvolle Tipps und ich hatte die Ehre, bei einem Maori-Lehrgang zur Erhaltung von Kultur und Sprache im Wahrenui, ihrem Versammlungshaus, dabei sein zu dürfen.“

Er selbst, sagt er, sei nicht so euphorisiert zurückgekommen wie die Touristen, die sich nur die Naturschönheiten angucken, „denn ich habe dort auch den Alltag in einem Land voller Widersprüche erlebt“, resümiert Hornig. Einerseits investiere das Land viel in die Erhaltung von Flora und Fauna, andererseits würden zum Beispiel auf Kiwi-Plantagen maßlos Pestizide verspritzt. „Das passt nicht zusammen. Was mich aber noch einmal reizen würde, dorthin zu fliegen, wäre, tiefer in die Maori-Kultur einzusteigen.“

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