Unterstützerkreis will Patenschaften für Asylbewerber vorantreiben

Konkrete Ideen auf dem Tisch

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Diese Finteler Bürger stellen sich eventuell für eine Patenschaft zur Verfügung.

Fintel - „So viel Kompetenz und Herzblut hier im Raum“, schwärmte Manfred Kröger, der die ehrenamtliche Asylarbeit in Fintel koordiniert, angesichts von 25 Bürgern, die sich im Haus der Begegnung Gedanken machten, wie man auf die hier lebenden Asylbewerber zugehen und sie unterstützen kann. Es war bereits das dritte Arbeitstreffen des Unterstützerkreises.

Kröger, der auch dem Sozialausschuss der Samtgemeinde angehört, berichtete von 43 Asylbewerbern, die derzeit in Lauenbrück, Stemmerfeld, Fintel und Vahlde untergebracht seien. Zum großen Teil handele es sich bei den Flüchtlingen um Alleinreisende von der Elfenbeinküste, aus Montenegro, Afghanistan, Liberia, dem Sudan, Simbabwe und dem Kosovo.

Dass das Zusammenleben untereinander relativ gut funktioniere, attestierte Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt. „Klar gibt es hin und wieder kleinere Reibereien, die sich durch verschiedene Religionen, Sprachen, Geschlechter und unterschiedliche Auffassungen ergeben“, so der Verwaltungschef. Allerdings würden diese Konflikte seinen Worten nach „ruhig und unbürokratisch geklärt“.

Im Rathaus, informierte Niestädt weiter, bemühe man sich derzeit, einen Verein zu gründen, um Spenden sowie Möglichkeiten zur Unterstützung und Förderung schnell und über einen kurzen Weg an die Asylbewerber zu übergeben. Er lobte die Finteler Initiative des Unterstützerkreises, durch deren Mithilfe bereits viele Ideen gesammelt worden seien, wie den Flüchtlingen konkret geholfen werden könne.

Und in der Tat: Im Finteler Unterstützerkreis, bemerkte Manfred Kröger, hätten sich bereits Paten gefunden, die die Asylbewerber beispielsweise bei Behördengängen oder zum Arzt begleiten. „Sie helfen ihnen, den normalen Alltag zu bewältigen, und das fängt oft beim Bedienen der Waschmaschine schon an“, erläuterte er.

Gleichfalls kam während der Sitzung die Idee zur Sprache, sich an bestimmten Tagen zwanglos im Finteler Jugendtreff „meet & greet“ zu treffen – dann nämlich, wenn die jungen Gäste die Einrichtung nicht beanspruchen.

Auch die Verbesserung der Deutschkenntnisse wurde angesprochen. Laut Kröger würden in den afrikanischen Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen, mehr als 60 verschiedene Sprachen gesprochen. Über Unterricht oder Lesepatenschaften sollen die Kenntnisse der Betroffenen verbessert werden, damit sie sich selbstständiger bewegen können, so das Ziel des Unterstützerkreises. In Lauenbrück werden derzeit bereits zwei Deutschkurse angeboten – mit guter Resonanz, hieß es.

hr

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