Unter Blaudruckern

Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) besucht Heimatmuseum

Die Kettfäden fest im Griff: Björn Thümler darf am Webstuhl sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. - Fotos: Warnecke
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Die Kettfäden fest im Griff: Björn Thümler darf am Webstuhl sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Scheeßel - Die Frage, ob denn nun Hoch- oder Plattdeutsch gesprochen werden solle, stand nicht Raum. Und so blieb es weitestgehend beim dialektreichen Austausch. Björn Thümler, Niedersachsen Wissenschafts- und Kulturminister, schien der auf Platt gehaltene Empfang, dem ihm der Heimatverein Scheeßel bei seiner Stippvisite am Montag auf dem Meyerhof bereitete, jedenfalls zu gefallen. Und dass er einmal an einem historischen Webstuhl Platz nehmen würde, um sein Geschick in dem uralten Handwerk unter Beweis zu stellen, habe er sich so auch nicht ausmalen können, gab der CDU-Politiker zu verstehen.

Thümler aber meisterte die Aufgabe mit Bravour – vor den Augen der rund 20 Anwesenden, unter ihnen Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), Sparkassenchef Jürgen Lange, Museumsleiter Nils Meyer sowie die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth (SPD) und Eike Holsten (CDU).

Aus Hannover gekommen war der Minister, um sich von gleich zwei im Altkreis beheimateten Institutionen ein Bild zu machen – neben dem Heimatmuseum stand für den 47-Jährigen auch ein Besuch im Hütthofer Metronom-Theater an. Das Museum deswegen, da den Brauchtumspflegern mit dem Einzug des von ihnen praktizierten Blaudrucks in die repräsentative Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eine hohe Auszeichnung ins Haus steht.

Dafür, erklärte Vorsitzender Uwe Wahlers, wolle man in Scheeßel eine Dauerausstellung ins Leben rufen, für die sein Verein gegenwärtig noch am Ball sei, Fördermittel einzuwerben – unter anderem auch beim Land.

Nach gut einer Stunde, in der es vor allem an Blaudruck-Abteilungsleiterin Annerose Rathjen gelegen war, dem Kulturminister die Technik der Stoffveredelung nahe zu bringen, stieg Thümler auch schon wieder zur Weiterfahrt gen Hütthof in seine Dienstlimousine ein. Er sei begeistert von dem, was der Heimatverein leiste, sagte er kurz vorher noch beim lockeren Plausch im demnächst eröffnenden Infogebäude – „weil es zum Ausdruck bringt, dass altes Handwerk nur dann lebt, wenn es Menschen, wie es sie hier gibt, auch in die Zukunft tragen wollen“. Dass das Museum inzwischen einen hauptamtlichen Leiter beschäftigt, könne er nur begrüßen.

lw

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