„Dem Dorf verpflichtet“, Folge 3:

Westervesedes Bürgermeister Jürges: „Uns fehlt es an Bauplätzen“

Ortsbürgermeister Ralf Jürges ist seit sechs Jahren in Amt und Würden.

Westervesede - Von Lars Warnecke. Sie sind mit ihrem Dorf fest verwurzelt, kennen quasi jeden Winkel dort. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen der Ortschaft zu vertreten – gemeinsam mit dem Ortsrat, dem sie vorstehen.

Die Rede ist von den Ortsbürgermeistern. Elf Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde Scheeßel haben sich entschieden, für ihre Heimat Verantwortung zu übernehmen. Wer sind die Menschen hinter dem Amt? Welche Ideen und Anliegen möchten sie transportieren? In unserer Interview-Reihe kommt heute Ralf Jürges (52), Bürgermeister von Westervesede, zu Wort.

Herr Jürges, warum sollten eigentlich alle Bewohner des Kreises nach Westervesede ziehen?

Ralf Jürges: Weil unser Ort viele Vereine bietet und Neubürger gerne begrüßt und in die Dorfgesellschaft aufnimmt. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das jährlich stattfindende Hurricane-Festival, welches mittlerweile bis zu 80 000 Musikfans anlockt. Die Bahnlinie Hamburg-Bremen ist in wenigen Minuten zu erreichen. Der Ort verfügt außerdem über einen Kindergarten, welcher auf Ganztagsbetrieb geplant ist. Ach ja, und die Nordpfade grenzen auch gleich an die Ortschaft an.

Ihr Lieblingsort in der Gemeinde Scheeßel?

Jürges: Der Natursee am ehemaligen Munitionsdepot. Hier kann man viele Vogelarten in Ruhe beobachten und die Seele baumeln lassen.

Was beschäftigt Sie als Ortsbürgermeister derzeit am meisten?

Jürges: Ganz klar die Realisierung des Um- und Anbaus für unser Dorfgemeinschaftshaus mitsamt seines Kindergartens. Ich bin froh, dass das jetzt endlich in Angriff genommen werden kann.

Was ist das aktuell größte Problem von Westervesede?

Jürges: Uns fehlt es im Dorf an Bauplätzen. Da vieles durch die GIRL, die Geruchsimissionsrichtlinie, auf den Dörfern mit aktiver Landwirtschaft geblockt wird, gibt es zur Zeit leider keine.

Was wollen Sie während Ihrer Amtszeit für den Ort unbedingt noch erreichen?

Jürges: Ein Neubaugebiet in Westervesede, damit die jungen bauwilligen Dorfbewohner aus unserer Ortschaft eine Chance haben, in ihrem Ort und in den Vereinen zu bleiben.

Wo würden Sie wohnen, wenn Sie nicht Bürgermeister von Westervesede wären?

Jürges: Ich bin gerne am Wasser. Würde ich nicht hier wohnen, würde ich mir wohl ein Zuhause in der Nähe zu Seen und einer Berglandschaft wünschen. Den Bootsführerschein besitze ich übrigens schon.

Wie würden Sie ihren Heimatort in drei Worten beschreiben?

Jürges: Ruhig, idyllisch und aufgeschlossen.

Zur Person

Seit seiner Geburt lebt Ralf Jürges (52) in Westervesede. Dort verwaltet der Frührentner heute als geringfügig Beschäftigter der Gemeinde das DGH. Seit 2006 sitzt er im Ortsrat, 2011 trat der Parteilose die Nachfolge von Ortsbürgermeister Wilhelm Heins an. Jürges ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 19 und 24 Jahren.

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