Ortsratssitzung

Neue Platten und mehr Buchen auf dem Osterveseder Friedhof

Mit der Pflanzung weiterer Bäume soll der Osterveseder Friedhof perspektivisch einen Parkcharakter bekommen.
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Mit der Pflanzung weiterer Bäume soll der Osterveseder Friedhof perspektivisch einen Parkcharakter bekommen.

Ostervesede – Not macht bekanntlich erfinderisch. Und ihre liebe Not, die hatten die Osterveseder auf ihrem Friedhof, genauer auf dem gepflasterten Urnenfeld, bis vor Kurzem noch allemal. Wie Andreas von Fintel, der Ortsbürgermeister, in der jüngsten Ortsratssitzung erklärte, hätten nämlich jene Betonplatten, die bis zum Einlass einer richtigen Grabplatte als Dummy dienten, im Laufe der Jahre derart viel Moos angesetzt, dass der Rat nun die Notbremse gezogen habe.

Sprich: „Wir haben dort jetzt neue anthrazitfarbene Platten verlegt.“ Die Wahl sei dabei nicht zufällig auf eine dunkle Farbe gefallen, „versprechen wir uns dadurch doch, dass die Sonne die Platten ein bisschen heißer macht und das Moos so keinen Spaß mehr hat.“ Auf einen Versuch, befand von Fintel, käme es allemal an.

Das Friedhofswesen ist allgemeinhin ein beliebtes Thema in Ortsratssitzungen. Da macht Ostervesede natürlich keine Ausnahme. Ein Projekt, das laut dem Ortsbürgermeister schon in Angriff genommen worden sei: Der Bereich, in dem in Rasenlage Urnenbestattungen mit Platte möglich sind, soll perspektivisch einen Parkcharakter erhalten. „Da ist uns immer wieder angetragen worden, man könne sich gut vorstellen, wenn das da bewaldet wäre.“ Entsprechend seien zu den vier bereits an Ort und Stelle stehenden Buchen zwei weitere hinzugepflanzt worden.

Ein großes Lob sprach er jenen Veeser Frauen aus, die sich zuletzt ehrenamtlich um die Friedhofspflege gekümmert hätten, sodass sich das Erscheinungsbild im Zusammenspiel mit Friedrich Stelle, der dort Rasen mähen würde, seit dem vergangenen Jahr doch deutlich verbessert habe. „Die Beete am Weg sind beispielsweise richtig toll geworden.“

Weniger erfreulich: Auf dem am Friedhof gelegenen Sammelplatz für Grünabfälle, eigentlich ausschließlich gedacht für Rasenabschnitt und Laub, würden in unschöner Regelmäßigkeit Wurzeln und sogar ganze Bäume gefunden, die dort aber gar nichts zu suchen hätten. „Das scheint zwar alles aus der Natur zu kommen und kann auch irgendwie wieder zurückgeführt werden, die Wahrheit ist aber, dass solche Sachen in der Deponie in Rehr als Müll deklariert werden – und das kostet uns und damit der Friedhofsgemeinschaft immer richtig viel Geld.“

Das ist schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. 

Ortsbürgermeister Andreas von Fintel

Mehr Geld als ihm lieb ist, müsste der Ortsrat auch für die Pflege der öffentlichen Grünanlagen im Dorf aufbringen. Denn: Sowohl Friedrich Meyer, der in den letzten Jahren den Kreisel am Ortsausgang in Richtung Fintel zuverlässig gepflegt und gemäht hatte, als auch Helmut Bellmann, dessen Arbeitsgebiet der Fahrbahnteiler in Richtung Westervesede war, hätten laut von Fintel zum Jahreswechsel ihre Dienste quittiert. „Dass wir in Ostervesede nun keine verbindliche Hilfskraft mehr haben, stellt uns vor große Herausforderungen.“ Zwar seien die Dörpsfrauen und ebenso Anwohner des Kreisels bei der Anlagenpflege auch schon mal eingesprungen, auf Dauer sei dies aber keine Lösung, befand der Ortsbürgermeister. „Wenn wir niemanden finden, der das gegen eine kleine Bezahlung regelmäßig macht, müssten wir zwangsläufig einen Dienstleister beauftragen, was finanziell natürlich eine ganz andere Nummer wäre.“

Ein weiteres Thema, auf das Andreas von Fintel in der Sitzung zu sprechen kam: Für den Veeser Rundweg, ein Projekt, welches im Zuge des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ aus der Taufe gehoben worden war, seien unter Federführung von Thorsten Hartmann mittlerweile neue Schilder angeschafft worden, die nach wie vor mit Sagen, Geschichten und Erklärungen rund um den Ort aufwarten würden. „Die alten Schilder von 2011, zehn an der Zahl, waren dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen“, erläuterte er. 500 Euro habe die Investition verschlungen, allerdings seien 75 Prozent der Kosten von einem Sponsor, dem Osterveseder Senioren- und Pflegeheim „Haus im Garten“, bestritten worden. „Das ist schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle“, brachte von Fintel seinen Dank zum Ausdruck. Nun seien die schmucken Schilder noch aufzustellen. „Wer sich dazu berufen fühlt, darf sich auch hierzu gerne bei uns melden.“

Von Lars Warnecke

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