Umzug an die Rudolf-Diesel-Straße steht weiterhin aus / Gemeinde wartet auf Genehmigung

Wenn der Bauhof nicht bauen kann

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Still und starr ruht das neue Betriebsgelände für den Bauhof im Scheeßeler Industriegebiet. Immerhin: Das Areal wird bereits als Lager für Schüttgüter genutzt.

Scheeßel - Eigentlich sollten die Bauhofmitarbeiter ihr neues Quartier auf dem ehemaligen Firmengelände eines Dachtechnik-Unternehmens an der Rudolf-Diesel-Straße spätestens zum Jahresende beziehen. Doch daraus wird wohl nichts. Ein Grund für die Verzögerung: Im Scheeßeler Rathaus wartet man noch immer auf die Baugenehmigung.

„Das ist wirklich bedauerlich“, kommentiert Stefan Behrens den Umstand, dass man bis dato kein grünes Licht vom Landkreis erhalten habe. Dabei habe die Gemeinde die für eine Genehmigung erforderlichen Unterlagen längst im Kreishaus eingereicht.

Auf Anfrage unserer Zeitung, woran eine entsprechende Bearbeitung bisher gescheitert ist, hieß es dazu aus dem zuständigen Bauamt der Kreisbehörde nur, man könne aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte geben.

Und noch ein Aspekt, erklärt Behrens, führe nunmehr zu einer zeitlichen Verzögerung: „Zunächst waren umfangreiche Planungen und Absprachen mit dem Gemeindeunfallversicherungsverband erforderlich, um sämtliche Aspekte des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen.“

Und eben diese, ergänzt er, hätten sich langfristiger gestaltet, als ursprünglich vorgesehen.

Dabei zeigte sich die Verwaltung Anfang des Jahres noch optimistisch, den an moderne Standards angepassten Bauhofbetrieb im Scheeßeler Industriegebiet bis spätestens Dezember aufnehmen zu können. Doch Eile, betont Behrens, bestehe nicht, immerhin habe man die Bedingungen für die Belegschaft am Standort Vahlder Weg unter anderem mit einer optimierten Sozialraumsituation schon deutlich verbessern können. Auch müsse nicht befürchtet werden, ab 2016 vorübergehend ganz ohne Bauhof dazustehen. „Der Verpächter unseres jetzigen Standortes hat uns zugesagt, so lange am Vahlder Weg bleiben zu dürfen, bis wir umziehen können.“

Wann das nun geschehen soll, lässt Stefan Behrens offen. „Das ist dann auch vom Baufortschritt der Handwerker abhängig.“ Nur so viel sei sicher: „Im Laufe des kommenden Jahres wird alles fertig sein.“ Bis dahin lässt die Gemeinde das neue Betriebsgelände aber nicht ungenutzt: Auf dem weitläufigen Hof ist bereits ein Lagerplatz für Schüttgüter und andere Baustoffe entstanden.

Übrigens: Hinsichtlich der noch immer ausstehenden Baugenehmigung, sagt Behrens, sei man im Rathaus zuversichtlich, dass die bald vorliegen werde.

lw

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