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Lückenschluss im Beekeort: „Tweede Hand“ sammelt 6 000 Euro an Spenden

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Von: Ulla Heyne

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Tafel-Vertreterin Marion von Kotschitzky (3.v.l.) und Imke Leverenz (3.v.r.) und Ann-Christin Meyer (2.v.r.) freuen sich über die Spende der „Tweede Hand“-Helferinnen unter Leitung von Edeltraud Lieder (r.).
Tafel-Vertreterin Marion von Kotschitzky (3.v.l.) und Imke Leverenz (3.v.r.) und Ann-Christin Meyer (2.v.r.) freuen sich über die Spende der „Tweede Hand“-Helferinnen unter Leitung von Edeltraud Lieder (r.). © Heyne

Die „Tweede Hand“ in Scheeßel sammelt innerhalb von zwei Jahren 6000 Euro für den guten Zweck - und macht immer wieder mit guten Ideen auf sich aufmerksam.

Scheeßel – Seit einigen Wochen ist etwas anders bei der „Tweeden Hand“ im Helvesieker Weg: Die liebevoll immer neu dekorierten Schaufensterpuppen mit gebrauchter Qualitätsmode halten überdimensionale Spendenschecks in der Hand. Damit zieht das mittlerweile zehnköpfige Team um Edeltraud Lieder anlässlich seines zweijährigen Bestehens eine erste Bilanz.

Und die kann sich sehen lassen: Insgesamt 6 000 Euro haben die Ehrenamtlerinnen an nunmehr 16 örtliche Vereine und Institutionen gespendet – und das alles aus dem Verkauf von gespendeter Kleidung aus zweiter Hand. Eine erstaunliche Summe, umso mehr angesichts der moderaten Preise: Das Teuerste, ein Abendkleid, schlägt mit gerade mal zehn Euro zu Buche. Neben Abendgarderobe gibt es eigene Bereiche für Damen und Herren, Schmuck, ausgesuchte Kinderkleidung, aber auch für Sport oder Übergrößen. Die Second-Hand-Boutique, sie scheint im Beekeort eine Lücke zu schließen.

Immer wieder lassen sich die Ehrenamtlichen Aktionen einfallen, um die „Tweede Hand“ bekannt zu machen, hier mit einer Sportmodenschau beim Calisthenics-Camp am Rotenburger Weichelsee.
Immer wieder lassen sich die Ehrenamtlichen Aktionen einfallen, um die „Tweede Hand“ bekannt zu machen, hier mit einer Sportmodenschau beim Calisthenics-Camp am Rotenburger Weichelsee. © Heyne

Das gilt nicht nur für die Kunden und den Nachhaltigkeitsgedanken, sondern auch für die mit Spenden bedachten Gruppen. Kaum ein Scheeßeler Verein, von den Trachtengruppen über Sportvereine bis zu karikativen Einrichtungen, der noch keine „Finanzspritze“ erhalten hat. Jüngst war dies die Scheeßeler Ausgabestelle der Rotenburger Tafel. Dort kann man das Geld gut gebrauchen: „Wir müssen unsere Vorräte immer wieder um haltbare Konserven aufstocken“, so Tafel-Vertreterin Marion von Koschitzky. Einen Annahmestopp für Neukunden gäbe es derzeit zwar nicht; die seit längerem bestehende Teilung in zwei Gruppen Bedürftiger, die sich jeweils einmal wöchentlich mit Nahrungsmitteln eindecken, werde derzeit allerdings beibehalten. Aktuell seien zwei Drittel der Kunden aus der Ukraine Geflüchtete. Bereits zum zweiten Mal bedacht wurde die Tagespflege der Diakonie-Sozialstation. Auch hier wissen die Verantwortlichen schon, welchem Zweck es zufließen soll, nämlich einem neuen Betreuungsangebot: „Trommeln auf Gymnastikbällen“, wie Geschäftsführerin Imke Leverenz verrät.

Viel Liebe zum Detail

Neben einer guten Idee und der tatkräftigen Umsetzung im stimmigen Ambiente mit viel Liebe zum Detail fällt das knappe Dutzend Scheeßelerinnen auch durch ungewöhnliche Ideen auf: Davon zeugen nicht nur eine Modenschau beim jüngsten Calisthenics-Camp in Rotenburg und mehrere selbst gedrehte Videoclips, sondern etliche Sonderaktionen. „Generell werden unsere Angebote wie ,Drei für zwei‘ gut angenommen“, sagt Lieder – Grund genug, beim zweiten Jubiläum eine Schippe drauf zu legen: Die Besucher erwarteten am Montag Sonderpreise; wer beim Gewinnspiel teilgenommen und richtig gelegen hatte, konnte einen von drei Einkaufsgutscheinen gewinnen.

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