Keine Langeweile für Bassen

Trotz Ausfall der Prunksitzung bleibt jede Menge zu tun

Rainer Bassen moderiert normalerweise nicht nur die Prunksitzung, sondern bereit auch viel vor.
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Rainer Bassen moderiert normalerweise nicht nur die Prunksitzung, sondern bereit auch viel vor.

Westervesede – Normalerweise wäre Rainer Bassen in den vergangenen Tagen am Rotieren gewesen, um mit den anderen Akteuren an den letzten Details der Prunksitzung am heutigen Samstagabend zu feilen, Bühnenteile aufzuladen und auf dem heimischen Hof die letzten Requisiten zusammenzusuchen. Auf dem Hof und in seiner Werkstatt ist der Westerveseder dieser Tage oft anzutreffen, jedoch nicht im Einsatz für die große Jahresveranstaltung der Veeser Narren, denn die fällt in diesem Jahr aus.

Schon im Oktober war den Organisatoren klar, dass die Prunksitzung 2021 kein Thema sein würde, angesichts der Unwägbarkeiten durch die sich immer wieder verändernden Auflagen in Zeiten der Pandemie.

In ein Loch fällt das Organisationstalent dennoch nicht. Langeweile? Bei dem Stichwort muss der 53-Jährige lachen. „Das wäre mein einziger Wunsch, endlich mal zu wissen, wie sich das anfühlt!“ Im Gegenteil: Er genießt die Zwangs-Auszeit in vollen Zügen: „Endlich kommt man mal zu Projekten, für die bisher nie Zeit war!“ Bassen vermutet, dass es ihm wie vielen Ehrenamtlichen geht, die durch ihr Engagement sonst in bestimmten Phasen extrem eingespannt sind und jetzt die Zeit haben. „Außerdem ist es schön, sich mal Dingen zu widmen, die man immer mal machen wollte.“ Neben dem Räumen auf dem Hof ist das vor allem die Arbeit im eigenen Videoarchiv. Wie viele Filme von eigenen Reisen, Prunksitzungen und Dorffesten der Tausendsassa schon produziert hat, weiß er nicht genau, „definitiv über 100“. Doch neben den fertigen DVDs findet sich eben auch noch einiges ungesichtetes Material im Archiv.

Doku im Umlauf

Nicht nur aus der Zeit mit der alten Kamera im 4:3-Bildformat bis Ende 2008, sondern auch danach. So hat er gerade drei neue Filme für den Schützenverein geschnitten, darunter das Kirchspielschützenfest 2012, „mit viel Situationskomik und Erinnerungen an Menschen, die nicht mehr unter uns sind.“ Zu Weihnachten hat er 50 DVD-Pakete für die Akteure und Unterstützer der Prunksitzungen von 2015, 2016 und 2018 gepackt, Interessenten an einer Dokumentation der Festlichkeiten können sich bei ihm melden.

Auch selbst schwelgt er gern im heimischen Partyraum mit Großbildleinwand in Erinnerungen. Die Pandemie hat auch ihn ein Stück weit verändert: „Ich bin froh, dass ich in dieser Zeit gelernt habe, nicht mehr auf Teufel-komm-raus alles durchzuziehen, nur weil es mir am Herzen liegt.“

Am Arbeitsplatz schlägt sich die Pandemie für den Marketingfachmann ebenso nieder: Das Management-Information-Game fällt ebenso flach wie die „Jump“-Bewerbungstrainings, die regelmäßig in der Scheeßeler Sparkassen-Hauptstelle stattfinden. „Das haben wir alles schon im Dezember abgesagt – selbst wenn es erlaubt wäre, wäre es unverantwortlich, 30 Externe hier zusammen zu holen und so Kollegen und Schüler gegenseitig zu gefährden“, so Bassen.  hey

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