Boogie Connection begeistert im Nötel-Haus

Trio setzt Maßstäbe

Thomas Scheytt (v.l.), Hiram Mutschler und Christoph Pfaff brillieren mit Blues, Soul, Boogie, Rhythm 'n' Blues und Rock 'n' Roll. Foto: Ujen

Scheeßel - Von Hannes Ujen. Mehr als drei Stunden hat das Scheeßeler Nötel-Haus am Samstagabend beim Konzert der „Boogie Connection“ vibriert. Die Freiburger Formation sorgte mit ihrer Mischung aus Blues, Soul, Boogie, Rhythm 'n' Blues und Rock 'n' Roll für reichlich Stimmung und echte Clubatmosphäre in der ausverkauften Kulturwerkstatt. Rainer Kruse, Geschäftsführer der Steinfelder Wohngruppen und langjähriger Pächter des Nötel-Hauses, hatte den einzigen Auftritt von Boogie Connection in Norddeutschland möglich gemacht: „Ich habe nach wie vor gute Verbindungen zur deutschen Musiker-Szene und erfülle mir damit auch einen persönlichen Wunsch.“

Ein Piano, eine Stimme plus Gitarre und ein Schlagzeug – mehr brauchten die sympathischen Musiker nicht, um ihr Publikum zu begeistern. Thomas Scheytt ist seit 36 Jahren als Klavier-Solist unterwegs und gilt in Fachkreisen als einer der besten zeitgenössischen Boogie- und Blues-Pianisten. Das bewies er am Konzertabend. Mit atemberaubenden Tempo und höchster Virtuosität hämmerte oder streichelte er die schwarzen und weißen Tasten seines E-Pianos und das mit vollem Körpereinsatz. „Man hat das Gefühl, er verschmilzt förmlich mit seinem Instrument“, meinte eine Zuschauerin aus Hamburg. Scheytts Eigenkomposition „Fifty Dollar Blues“ war nur ein Beispiel seiner Fähigkeiten, in puncto Rhythmik und Dynamik Maßstäbe zu setzen.

„Ich hörte Thomas 1991 im Vorübergehen in einer Freiburger Musikkneipe Klavier spielen und war fasziniert“, erzählte Christoph Pfaff. Vor 28 Jahren entstand die Boogie Connection, in der Pfaff seitdem erfolgreich als Sänger und Gitarrist mitwirkt. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme, begleitet von den sphärischen Klängen seiner Stratocaster oder der Akustik-Gitarre, die er beide perfekt beherrscht, kam bei Titeln wie „Come back baby“ (Ray Charles) oder seiner Eigenkomposition „Thank you for the memories“ beste Club-Stimmung auf. „Leider werden immer Clubs in Europa geschlossen“, weiß Pfaff von seinen vielen Tourneen her. „Deshalb freuen wir uns, dass wir hier in Scheeßel vor so einem tollen Publikum spielen durften.“

Hiram Mutschler stieß vor 18 Jahren als Drummer zur Boogie Connection. Es gibt wohl keine musikalische Stilrichtung, die er nicht beherrscht, bewies er auf dem Konzert. Dabei kommen ihm das Talent und die Erfahrung aus seiner erfolgreichen internationalen Karriere zugute. Sein punktgenaues, einfühlsames und variationsreiches Schlagzeugspiel war am Samstagabend Garant für perfekte Unterhaltung. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall für die drei Musiker. Nach Zugaben mit Stücken von Chuck Berry oder Ray Charles verabschiedeten sie sich mit Vera Lynns Song „We‘ll meet again.“ So wird es sein, denn Rainer Kruse hat sie bereits fürs kommende Jahr eingeladen.

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