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Neubaugebiet „Osterfeld“: Helvesieker Rat diskutiert über Grundstücksgrößen

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Von: Lars Warnecke

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Der Geltungsbereich für den B-Plan „Osterfeld“: Das Neubaugebiet mit einer Größe von rund 3,7 Hektar liegt im Süden der Ortschaft Helvesiek, östlich der Lauenbrücker Straße.
Der Geltungsbereich für den B-Plan „Osterfeld“: Das Neubaugebiet mit einer Größe von rund 3,7 Hektar liegt im Süden der Ortschaft Helvesiek, östlich der Lauenbrücker Straße. © Warnecke

Mit insgesamt 34 Grundstücken, keines ist kleiner als 700 Quadratmeter, wird das Helvesieker Neubaugebiet „Osterfeld“ aufwarten. Das geht aus dem Teilungsplan hervor, den das Vermessungsbüro Mittelstädt & Schröder der Gemeinde im Rahmen ihres Vorhabens, in südlicher Ortslage weiteren Wohnraum für die dörfliche Eigenentwicklung anzubieten, erstellt hat.

Helvesiek – Warum der Helscher Rat in seiner Sitzung am Montagabend nun noch mal einen genaueren Blick auf den Entwurf warf – und dies nicht ohne das Ganze kritisch zu hinterfragen? Eines der Grundstücke, es trägt die Nummer 31 und liegt an der äußersten der vier Stichstraßen angrenzend an die K  212, tanzt von der Größe her doch relativ aus der Reihe. „Dadurch, dass wir in dem Bereich eine Heckenbepflanzung haben werden, die sich etwas breiter gestaltet, und eine Baugrenze, die etwas weiter drin ist, fällt der Raum, der bebaut werden kann, entsprechend kleiner aus“, erläuterte Bürgermeister Merten Lüdemann. Auf diese Einschränkung habe die Samtgemeinde Fintel aufmerksam gemacht. „In dem Zuge kam von ihr die Anmerkung, dass man die vier Grundstücke in der Reihe in etwa auf die gleiche Größe bringen könnte.“ Eine mit rund 1 000 Quadratmetern besonders geräumige Parzelle, sie trägt die Nummer 31, müsste so wieder etwas eingeschrumpft werden. Lüdemann jedenfalls plädierte dafür, an der Aufteilung, wie sie im Plan dargestellt ist, nicht zu rütteln. „Ich kann mir nämlich vorstellen, dass sich trotz der baulichen Eingrenzung vielleicht trotzdem jemand findet, der ein kleineres Grundstück kaufen möchte.“

Auf zwei Grundstücke blickte der Gemeinderat im Besonderen. Sie befinden sich im Teilungsplan ganz links unten.
Auf zwei Grundstücke blickte der Gemeinderat im Besonderen. Sie befinden sich im Teilungsplan ganz links unten. © -

Wie Stefan Raatz, Bauamtsleiter im Rathaus der Samtgemeinde, ausführte, sei es letztendlich eine Geschmacksfrage, ob man die besagte „32“ ein wenig größer gestalten wolle oder nicht. „Bei einer Grundflächenzahl von 0,3 würde hier, wenn man den Pflanzstreifen berücksichtigt, tatsächlich aber nicht mehr viel an bebaubarer Fläche überbleiben“, gab er zu verstehen. Dazu Ratsherr Michael Schimkatis: „Auf der einen Seite ist es natürlich Geschmackssache, auf der anderen Seite möchten wir die Grundstücke natürlich auch verkaufen.“ Aus seiner Sicht sei es definitiv attraktiver, das größte Grundstück in der Reihe zugunsten der anderen drei kleiner zu gestalten, er könne durchaus aber auch mit der anderen Variante leben. „Ich gebe nur zu bedenken, dass das ,32er‘ dann ein Grundstück sein könnte, was nicht so verkaufsstark ist.“

Raatz warf in diesem Zusammenhang noch eine weitere Frage auf: „Sollen nachher alle Flächen gleichzeitig zum Angebot stehen oder möchte man erst mit der zur Straße Osterende, sprich an der zum Dorf zugewandten Seite anfangen, um zu sehen, wie die Nachfrage ist?“ Ändern, erklärte der Verwaltungsmann, könne man die Grenzen später dann immer noch.

„Wir fangen einfach von rechts an – und wenn uns etwas einfällt, den Streifen noch zu ändern, können wir das immer noch so machen“, nahm Helmut Oetjen diesen Gedanken auf. Dann wolle er die Vermessung der Grundstücke so in Auftrag geben, wie sie aktuell vorliege, verkündete Lüdemann. Dem wollte auch niemand widersprechen: Einstimmig votierte der Rat, den Teilungsentwurf ohne Änderungen anzunehmen.

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