Team der Scheeßeler Jugendfeuerwehr landet bei Kreis-Orientierungsmarsch auf Platz eins

Mit vereinter Kraft weit vorne

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Mit Bravour bestanden: die Scheeßeler Nachwuchs-Brandschützer mit Pokal und Urkunden.

Und Saskia Harscher - Von Lars Warnecke. Mit Helm und Einsatzjacke, zwischen Sportlichkeit und Geschicklichkeit, immer im Team und quer durch Tarmstedt: Am Wochenende fand der Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren im Kreis statt. Insgesamt 185 Nachwuchs-Brandschützer nahmen daran teil. Auch die Jugendfeuerwehr Scheeßel war mit zwei Teams am Start – und das ziemlich erfolgreich.

Früher Vormittag, der Einsatzanzug sitzt, doch schon die erste Station fordert den Jugendlichen einiges ab: Innerhalb von nur zwei Minuten gilt es, Stützkrümmer, Absperrohr, Schaumrohr und Verteiler aus einem Standrohr mit Wasser zu füllen. Und zwar so, dass möglichst viel von dem nassen Gut noch in einem bereit stehenden Plastikeimer landet. „26 Zentimeter“, verkündet Feuerwehrmann Heitmann schließlich den erreichten Wasserstand und fügt aufmunternd an: „Seht ihr, das ist doch locker zu schaffen.“

Es sind Aufgaben wie diese, welche die Kinder und Jugendlichen absolvieren müssen. Kaum ausgeschlafen, trotten sie in kleineren Teams los, Jugendliche aus den Abschnitten Zeven, Bremervörde und Rotenburg sind mit ihren Betreuern nach Tarmstedt gekommen.

Mit Mannschaftswagen und Löschfahrzeugen haben sie das Feuerwehrhaus an der Rothensteiner Straße angesteuert, den insgesamt fünf Kilometer langen Parcours aber müssen sie zu Fuß bewältigen. Mit einem Bollerwagen und einer großen Portion Motivation, noch mehr Teamgeist und der Freude an ihrem Hobby.

Es sind vorwiegend Jungen, aber auch einige engagierte Mädchen sind dabei – jährlich werden es mehr. Sie alle haben ein Ziel: Mit 18 Jahren wollen sie ihre bunte Jugendfeuerwehr-Uniform gegen die richtige Schutzausrüstung der aktiven Wehren eintauschen.

Prominente raten, Seilhüpfen, ein Puzzle aus wasserführenden Armaturen erstellen, einen Parcours mit einem Bobbycar absolvieren Disneyfilme erraten: An sechs Stationen galt es für die 25 teilnehmenden Mannschaften, zum Teil kniffelige Aufgaben zu lösen. „Hier ist Zusammenarbeit gefordert und man lernt etwas“, erzählt etwa Julian Hillebrand. Dem 14-Jährigen aus Scheeßel gefallen die Orientierungsmärsche, weil man hier viele Leute treffe und auf spielerische Weise Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt würden, die im Notfall helfen könnten, Leben zu retten. „Außerdem kommt man hier nur weiter, wenn man sich untereinander verständigt und sich gegenseitig hilft“, ergänzt Mannschaftskamerad Philip Meier.

Der Orientierungsmarsch wird alle Beteiligten an diesem Tag mehr als zwei Stunden fordern. Da wird es schon mal heiß unter Helm und Jacke – ganz ohne reales Feuer. Volker Jungen, Kreisjugendfeuerwehrwart aus Ebersdorf, lobt genau dieses Engagement: „Ich muss schon sagen, das ist eine tolle Veranstaltung hier in Tarmstedt. Ich habe viele neue Stationen gesehen und wir haben wieder zahlreiche neue Erfahrungen machen können.“

Mehr noch, denn auch Sieger wurden gekürt: Zu den mit Abstand fleißigsten Punktesammlern gehörte das Team Scheeßel 2, das mit 1022 Punkten auf Platz eins landete. Platz zwei ging mit 999 Punkten an die Jugendfeuerwehr aus Hassendorf, gefolgt von den Nachwuchs-Brandschützern aus Rotenburg, die mit 989 Punkten Platz drei belegten.

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