Tannenstemmen statt Ausschlafen

Christbaum-Abholaktion der Kinder- und Jugendfeuerwehren wird immer beliebter

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Maya (v.l.) und Sophie Heiden übernahmen gemeinsam mit Justus Tews das Einsammeln der Tannenbäume in Westeresch.

Scheeßel – Mehrere hundert Tannenbäume an den Straßen des Kernortes und in Westeresch, ein gutes Dutzend junger Brandschützer, die sich zeitig am Samstagmorgen am Scheeßeler Feuerwehrhaus versammelt hatten – die Zeichen standen untrüglich auf „Knut-Tag“.

Der Namensgeber des Weihnachts-Kehraus, der der Überlieferung nach die Weihnachtszeit auf 20 Tage verlängerte, dürfte viele Bürger wohl weniger interessiert haben als die Aktion des Fördervereins der Kinder- und Jugendfeuerwehren an sich. Denn schon zum vierten Mal ließ sich das vormalige Prunkstück des Festes unkompliziert gegen eine Spende von den eifrigen Mitgliedern der Jugendfeuerwehren Scheeßel und Hetzwege sowie der Kinderfeuerwehr Westeresch abholen, die so Geld in die Kasse für Ausflüge, Zeltlager und Veranstaltungen bringen.

Sechs Touren mit mehreren Jugendlichen und mindestens zwei Betreuern durch Scheeßel und Wester-esch standen auf dem Plan. „In den anderen Orten ist die Abholung anders geregelt – denen wollen wir keine Konkurrenz machen“, erklärte Pressesprecher Thomas Opitz. Um die 30 Anlaufstellen hatte jedes Team auf dem Zettel. Immer wieder kehrten die sechs von örtlichen Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung gestellten Gespanne zum Feuerwehrhaus zurück, wo Philipp Meyer, „Häckselprofi“ der ersten Stunde, und Leon Wendland den Schredder bedienten.

Das für einen Samstag recht frühe Aufstehen hatte den Teilnehmern nach eigenem Bekunden nichts ausgemacht: „Papa musste mich nur zwei Mal wecken“, verriet Maya, mit sechs Jahren die jüngste Teilnehmerin. Sie ließ es sich nicht nehmen, mit ihrer Schwester Sophie und Papa Christian, seines Zeichens Ortsbrandmeister von Westeresch, die Tour durch die Nachbarschaft zu übernehmen. Gut zwei Stunden dauerte es, bis „Aktion Knut“ abgeschlossen war – „250 Bäume, so viele hatten wir noch nie“, freut sich André Peters, Vorsitzender des Fördervereins. Sein Dank gilt der Gärtnerei von Eden, Klee Baumaschinen, Andreas Schroeder und Behrens & Behrens, ohne deren Unterstützung mit Fahrzeugen, Schredder und Entsorgung der Häcksel die Aktion nicht möglich gewesen sei.

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