Immobilienunternehmen beschert der Scheeßeler Lebensmittelausgabe Geldsegen

Taler für Tafelkunden

Flemming Rathjen (v.l.) und Karsten Lüdemann vom Immobilienkontor freuen sich mit Bärbel Münnich und Marion von Koschitzky, den Scheeßeler Tafelkunden eine Freude bereiten zu können.
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Flemming Rathjen (v.l.) und Karsten Lüdemann vom Immobilienkontor freuen sich mit Bärbel Münnich und Marion von Koschitzky, den Scheeßeler Tafelkunden eine Freude bereiten zu können.

Scheeßel – Ein besonderes Geschenk haben einige Kunden der Scheeßeler Ausgabestelle der Rotenburger Tafel jetzt erhalten. Zusätzlich zu den Lebensmitteln, mit denen die Anlaufstelle für Menschen in Not derzeit nach Auskunft von Marion von Koschitzky vom Vorstand gut bestückt ist, erhalten einige von ihnen einen Scheeßeler Taler – einen Gutschein im Gegenwert von zehn Euro, der in vielen Scheeßeler Geschäften und Betrieben angenommen wird.

Ermöglicht hat dies die Entscheidung von Karsten Lüdemann, dieses Jahr auf eine Weihnachts-Mailingaktion seines Unternehmens an die Kunden zu verzichten. „In diesem verrückten Jahr haben wir gedacht, dass das Geld, das wir sonst für Porto, Design und Druck ausgeben würden, als Spende für einen wohltätigen Zweck besser angelegt ist“, so der Immobilienmakler. Die Summe von 400 Euro, die er dem Vorstand übergab, ist willkommen, spart die Tafel doch für ein neues „Tafel-Auto“ zum Abholen der Lebensmittel vor allem von Supermärkten. Ein Grundstock von 4 000 Euro sei schon vorhanden, verrät von Koschitzky, die auf weitere Spenden hofft, damit im Sommer die Anschaffung möglich wird.

Darüber hinaus hatte der GVS-Vorsitzende Lüdemann auch 20 Exemplare des Scheeßeler Talers im Gepäck – einem von ihm unlängst ins Leben gerufenen Gutscheinsystem, das die Kaufkraft im Ort bündeln soll. Und das habe sich in den ersten Wochen seit der Einführung als wahrer Kassenschlager erwiesen.

Die Qual der Wahl, welche der rund 60 Tafelkunden nebst Familien in den Genuss dieser außergewöhnlichen Gabe kommen sollen, sei dem Tafelvorstand nicht allzu schwer gefallen: „Zuerst dachten wir an Kinder“, erzählt Bärbel Münnich vom Vorstand, doch die seien immer die ersten, an die man denke – auch wenn die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ der Grundschule in diesem Jahr leider ausgefallen sei.

Sie möchte, „dass diejenigen bedacht werden, die sonst immer hinten runter fallen, gerade, weil sie so bescheiden sind, nämlich die Älteren.“ Was konkret an Wünschen besteht, weiß sie nicht – angesichts der Fülle der Geschäfte und Betriebe, die den Taler bereits annehmen, ist sie sich jedoch sicher, dass die Taler gute Verwendung finden.

Die Auswahl könnte laut Lüdemann demnächst sogar noch größer werden. „Wir sind in Gesprächen mit einem örtlichen Supermarkt und Drogeriemarkt und arbeiten daran, dass eine Einlösung bald auch dort möglich wird.“ Das sei ganz im Sinne ihrer Kunden, können Münnich und von Koschitzky sich vorstellen. „Immer, wenn wir Drogerieartikel reinbekommen, sind die auch ganz schnell wieder weg“, sagt Münnich.

Generell freut sie sich über die Akzeptanz, die der Tafel in Scheeßel entgegengebracht wird: Das Material für den für die Sicherheit erforderlichen Spuckschutz wurde von einem ansässigen Apotheker gestiftet, „die Arbeit unserer aktuell 37 Mitarbeiter wird wertgeschätzt, und auch von Privatpersonen bekommen wir immer wieder Sachspenden“.  hey

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