Tagespflegeeinrichtung an der Friedrichstraße gestern offiziell übergeben

Gemeinsam gegen die Vereinsamung

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Pastorin Gunda Handrich lobte die Verantwortlichen: „Sie haben einen unglaublichen Endspurt hingelegt!”

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Großzügige, lichtdurchflutete Räume, frische, warme Farben und ein schneller Zugang zum Garten – die Räumlichkeiten der jüngst erbauten Tagespflegeeinrichtung der Diakonie-Sozialstation an der Friedrichstraße zeigten sich bei der offiziellen Übergabe gestern Mittag von ihrer besten Seite.

Diese liebevolle Atmosphäre fiel nicht nur der neuen Rotenburger Superintendentin Susanne Briese auf. Dass da „Profis mit Liebe, Engagement und Herzblut am Werk waren“, wie Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele wie auch die folgenden Redner hervorhoben, kommt nicht von ungefähr: Nachdem die langjährige Diakonie-Mitarbeiterin und heutige Geschäftsführerin Marianne Kuhn im Mai 2012 mit der Entwicklung eines Konzepts für eine neue Einrichtung zum Schließen der Lücke zwischen häuslicher und stationärer Pflege mit enger örtlicher wie konzeptioneller Anbindung an die Diakonie-Sozialstation beauftragt worden war, hatte sie – gemeinsam mit Cirsten Möller-Bassen im Boot – mit der Umsetzung ein erstaunliches Tempo vorgelegt und trotz des „mühevollen Weges“ offene Türen bei allen Beteiligten eingerannt: Investor . Hartmut Berning hatte gern den Wunsch nach Offenheit und Transparenz der flexibel nutzbaren Räume unterstützt. Architekt Axel Zimmermann unterstrich die Einzigartigkeit des Baus: „Ich bin schon in Bremervörde angesprochen worden: „Was macht Ihr denn da in Scheeßel?“

Im Mittelpunkt des auch in Fachkreisen hoch gelobten Projekts steht für Kuhn die Wertschätzung gegenüber den Besuchern: Mitarbeit ermöglichen, auch die Vorlieben und Erfahrungen der derzeit bis zu zwölf Tagesgäste einbeziehen – das klappt seit der Aufnahme des Betriebs am 7. April, bestätigte auch Elke Twesten in ihrem Grußwort des Landkreises vor Vertretern der Gemeinde Scheeßel, der Samtgemeinde Fintel sowie der Kirchengemeinden Fintel, Lauenbrück und Scheeßel als Mitgesellschafter. Als Angehörige eines dort Betreuten betonte sie: „Hier werden Tagesstrukturen geschaffen, die Personen mit ihren Ressourcen und Fähigkeiten eingebunden und der Vereinsamung entgegengewirkt.“

Möller-Bassen schmiedete in ihrem Ausblick bereits Pläne für die Zukunft: „Ziel ist ein Netzwerk, um noch individuellere Unterstützung anbieten zu können. Dazu könnten neben bestehenden Angeboten wie Hausbesuchen auch Essen auf Rädern, haushaltsnahe Dienstleistungen oder Demenz-Wohngemeinschaften gehören.“

Dagmar Henseleit vom Landesverband Hannover des Diakonischen Werks wünschte sich die Tagespflege als „offenen Ort, der zu Besuchen einlädt und wo die Menschen aufblühen.“ Das scheine ihr bei diesem Bau möglich.

Rathauschefin Käthe Dittmer-Scheele kommentierte die neue Nutzung am Standort des ehemaligen Lebensmittel-Marktes an der Friedrich-Straße mit dem Herzstück, dem Küchenbereich zum Mitmachen, launig: „Früher war hier mal Leuenroth, und jetzt ist hier irgendwie auch wieder eine Fleischtheke!“

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