Suche nach Baulücken in Westervesede gestaltet sich schwierig / Baugebiet in Aussicht

Eigentümer wollen nicht veräußern

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Auf diesem Acker in Westervesede, dem sogenannten Keil, könnte ein Neubaugebiet entstehen. Die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Eigentümerin laufen noch.

Westervesede - Dass die Gemeinde Scheeßel gerne auf den Dörfern neue Baugebiete ausweisen möchte, ist bekannt. Aber: Bestimmungen wie die Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) und einschlägige Urteile vom Oberverwaltungsgericht machen Baugenehmigungen zuweilen unmöglich. Mit der Planungsgesellschaft Nord (PGN) im Schlepptau werden derzeit in den Ortschaften Möglichkeiten ausgelotet, ob und wo konkret Lückenbebauungen oder gar größere Flächen für Wohnbebauungen auf Grundlage dieser Richtlinie in Frage kommen – so auch in Westervesede.

„Inzwischen bin ich vom Planer gebeten worden, bei unseren landwirtschaftlichen Betrieben eine Viehzählung zu machen“, setzte Ortsbürgermeister Ralf Jürges die Einwohner Anfang der Woche während einer Ortsratssitzung in Kenntnis. Das habe er auch getan und die Zahlen bereits zurückgesendet. Eine Analyse könne nun zwar erfolgen, die Aussicht, Baulücken innerörtlich zu besetzen – so wie es der Gesetzgeber priorisiert, tendiert derzeit jedoch gegen Null. „Die Eigentümer wollen einfach nicht veräußern“, schilderte er das Dilemma.

„Wenn die das nicht verkaufen wollen, brauchen wir uns doch eigentlich gar nicht mehr über die GIRL unterhalten, sondern über ein Neubaugebiet“, warf Ortsratsmitglied Udo Peters verwundert ein. Er spielte damit auf den sogenannten Keil an – einer Ackerfläche zwischen der Landesstraße 131 und der Straße Tavenhorn.

In der Tat wäre das Areal geeignet, bestätigte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele – „die Gemeinde müsste dafür aber Eigentümerin werden“. Entsprechende Verhandlungsgespräche seien zwischen der Verwaltung und der Grundstücksbesitzerin schon geführt worden, allerdings bisweilen noch völlig ergebnisoffen.

Ebenso wies Dittmer-Scheele darauf hin, dass die Ausweisung eines neuen Baugebietes überhaupt nur dann möglich sei, wenn der Nachweis erbracht werden könne, dass keine Baulücken zur Verfügung stehen. „Beim Keil werden wir weitersehen, die Analyse der PGN läuft dann parallel“, erklärte sie.

Ralf Jürges sieht indes Eile geboten: „Uns laufen die jungen Leute aus dem Dorf, die Zinsen sind jetzt günstig. Wenn die nichts finden, gehen die eben woanders hin. Die wollen ja nicht bis 40 bei den Eltern wohnen.“

lw

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