„Step by Step“ beeindruckt mit Tanzgala

Mit Schwarzlicht und Hiphop

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Tula Böschen (l.) und Kathena Behrens machten im Duett „Don‘t“ in jeder Hinsicht eine gute Figur.

Scheeßel - Vielfältig, farbenfreudig, kreativ – und vor allem mit Freude, die von der Bühne abstrahlte: Mit ihrer diesjährigen Tanzgala hatten die Tanzlehrerinnen Nina Brünner und Fiona Stermann am Wochenende wieder einmal einen lohnenswerten Einblick in das Geschehen des Ballett- und Tanzvereins organisiert. Und der nahm sich so bunt aus wie das Kursangebot selbst:

Ob die Jüngsten in farbenfrohen Kostümen als verträumte Blumen von Blumenfee Franziska Meyer aufgeweckt wurden oder Schmetterlinge und Regentropfen über die Bühne wirbelten: Auch diesmal bewies Stermann ein sicheres Gespür für warmherzige Bilder und schöne Choreografien.

Dieses Gespür haben auch die jungen Choreografinnen von ihr gelernt, die im zweiten Teil eigene kurze Stücke vortrugen. Mal dynamisch-explosiv und mit akrobatischen Einlagen wie bei Hiphop und Streetdance, mal klassisch wie die erfrischend altersgemischten Stepper bei „Putting on the Ritz“ oder verträumt wie Kathena Behrens‘ romantisches Solo in „Memories“. Vor allem die Soli der älteren Elevinnen zeigten, was Stermann und Co. ihren Tänzerinnen mit auf den Weg gegeben haben: neben Disziplin und Handwerk nämlich auch eine unglaubliche Ausdruckskraft, die bei Jule Niekamp und Tula Böschen zuweilen fast verstörende Intensität annahm.

Tanzgala in Scheeßel

Jenseits der Bilder sind es jedoch auch die Geschichten, die die Zuschauer des an beiden Abenden restlos ausverkauften Theatersaals der Eichenschule in den Bann zogen – bei den Älteren erstaunlich tiefgründig: Wenn in „Hiphop goes Classic“ die Vertreter der beiden Stilarten in den Dialog treten, sich beschnuppern, voneinander lernen und so etwas ganz Neues entsteht, ist das ein schönes Sinnbild für eine mögliche Zukunft.

Wieder ganz anders ging es im dritten Teil zu: Da schien die Schwerkraft vollends aufgehoben, wagten die rund 130 Akteure doch einen Ausflug ins Schwarzlicht-Theater, eine in einem Workshop akquirierte Technik. Da flogen Hüte und Bälle, formten sich zu überdimensionalen Smileys, Skelette entstiegen ihren Gräbern, um in „Thriller“ nach Michael Jackson die Gebeine rasseln zu lassen,

Insgesamt: Viele große Momente – und bei dem Spaß und dem Selbstbewusstsein, die auch die jungen Akteure ausstrahlten, mag mancher begeisterte Besucher sich vorgenommen haben: mal wieder tanzen.

hey

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