Startschuss mit Schwierigkeiten

Scheeßeler Fachausschuss für Erschließung von Baugebiet

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Zurzeit ist das rund 2,9 Hektar große Gelände an der L 130 noch Grünland. Im Oktober kommenden Jahres könnten die ersten Häuslebauer loslegen. 27 Grundstücke sollen in dem Baugebiet „Helvesieker Landstraße“ entstehen.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Rund 7.000 Einwohner hat der Kernort Scheeßel – und so wie es aktuell aussieht, wird diese Zahl in nicht allzu ferner Zukunft noch weiter ansteigen.

Denn neben den bereits erschlossenen und weitestgehend besiedelten Baugebieten „Vor dem Varel“ und „Heinz-Fehling-Straße“ hat die Gemeinde schon das nächste Projekt ins Visier genommen: An der Helvesieker Landstraße soll auf einer Größe von rund 2,9 Hektar Wohnbaufläche für 27 weitere Baugrundstücke entstehen.

Seit vielen Monaten wurde vorbereitet, jetzt hat die Scheeßeler Lokalpolitik die rund 720 000 Euro schwere Erschließungsplanung für das Baugebiet, das als Lückenschluss zwischen der L 130 und der Straße Fuhrenkamp gilt und auch eine neue Kindertagesstätte beheimaten wird, auf den Weg gebracht. Ohne Ausnahme stimmte der Bau- und Planungsausschuss dem von einem Oytener Planungsbüro erarbeiteten Konzept, welches auch die Errichtung eines Lärmschutzwalles zum Inhalt hat, am Montag zu; das letzte Wort spricht der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde, der morgen in einer nicht-öffentlichen Sitzung tagen wird.

Hillebrand: „Mir geht das jetzt viel zu schnell"

Doch genau eben diese Beratungsfolge kritisierten einige SPD-Politiker. „Warum steht das Thema nicht Mitte Dezember auch auf der Tagesordnung des Rates?“, wollte Johannes Hillebrand von der Verwaltungschefin wissen. Dass nun schon in drei Tagen entschieden werden solle, wo den Ausschussmitgliedern die Planungsunterlagen doch erst unmittelbar vor der Sitzung zugegangen seien, könne er so nicht akzeptieren. Hillebrand: „Mir geht das jetzt viel zu schnell – gerade, weil man sich in unserer Fraktion gerne noch über ein paar Details unterhalten hätte.“ Tatsächlich konnten sich die Politiker erst bei der Sitzung durch die Präsentation des Planers ein genaues Bild vom weiteren Vorgehen machen.

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) mahnte zur Eile: „Wir wollen demnächst mit der Grundstücksvermarktung starten, und auch der Kindergarten hängt mit dran – es muss damit angefangen werden.“ Sollte erst der Gemeinderat die Erschließung mit seinem Votum auf den Weg bringen, hätte ihren Worten nach dies auch Auswirkung auf den die Abwicklung betreffenden zeitlichen Ablauf.

Bauplätze könnten im Oktober zur Verfügung stehen

Dabei sieht der von Ingenieur Jörg Kahlenberg vorgestellte Plan doch vor, dass mit der Erschließung des Baugebietes im April kommenden Jahres begonnen werden könnte. Im Oktober würden dann die Bauplätze zur Verfügung stehen. Dem wollte auch kein Ausschussmitglied im Wege stehen. Strittig war hingegen die Frage, ob denn der mit der Erschließung einhergehende Ausbau der Straße „Fuhrenkamp“ sowie der Ausbau des Knotenpunktes L130 / Fuhrenkamp / Vareler Weg – zwei weitere Punkte, über die das Gremium am Montag zu beraten hatte – im Schnelldurchlauf durchgewunken werden sollten. „Man könnte sicher damit leben, die beiden Themen auf den VA am 30. November zu schieben“, griff Ratsherr Dirk Lange (CDU) einen letztendlich von allen Parteien und Gruppen mitgetragenen Kompromissvorschlag der Bürgermeisterin auf. „Mehr Zeit sollten wir uns aber nicht geben.“

„Informationen lagen nicht früher vor“

Dass es gar nicht die Absicht ihrer Fraktion sei, etwas auf die lange Bank zu schieben, gab Angelika Dorsch (SPD) zu verstehen: „Es geht darum, dass es schwierig ist, solche Dinge in so kurzer Zeit entscheiden zu müssen, weil einem die Informationen nicht früher vorlagen, und um sonst nichts.“

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