Gemeinde Scheeßel plant Neubau am Leehopweg

Startschuss für Kindertagesstätte

Die Module am Speckfeldweg, in denen zuletzt ein Teil der Verwaltung während des Rathausumbaus untergebracht war, werden sehr wahrscheinlich zum nächsten Kindergartenjahr erneut als Tagesstätte genutzt werden müssen – wie schon einmal.
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Die Module am Speckfeldweg, in denen zuletzt ein Teil der Verwaltung während des Rathausumbaus untergebracht war, werden sehr wahrscheinlich zum nächsten Kindergartenjahr erneut als Tagesstätte genutzt werden müssen – wie schon einmal.

Scheeßel wächst und damit auch die Nachfrage nach Kinderbetreuung. Um dieser gerecht werden zu können, plant die Gemeinde jetzt den Bau einer weiteren Kindertagesstätte am Leehopweg.

Scheeßel – Dass sie in ihrer Amtszeit noch einen weiteren Kindergarten anschieben würde, hätte Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) nicht erwartet. Schließlich wurde vor zwei Jahren erst die neue Kindertagesstätte „Waldmäuse“ am Fuhrenkamp eingeweiht. Und doch tut die Verwaltungschefin während der Sitzung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt in der Beeke-Schule genau das: Am Leehopweg, direkt angrenzend an den Friedhof, soll die neue Tagesstätte ihren Standort finden.

Das vor der Parkplatzeinfahrt am Speckfeldweg angebrachte Schild wird wieder mehr Beachtung finden.

Das Grundstück, das ehemalige Baustoffgelände Schröder, gehört der Gemeinde mittlerweile – und mit Blick auf die weitere Entwicklung des Beekeortes sei eine Kindertagesstätte an dieser Stelle genau richtig platziert. Die Verwaltung hat bei ihren Standortüberlegungen einfließen lassen, wo für Scheeßel potenzielle Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Wohnbebauung bestehen. „Ich bin froh, dass wir das Grundstück schon haben“, so Dittmer-Scheele. Sie spricht von einem „Meilenstein für eine weitere Kindertagesstätte“.

Der Bedarf steigt wie in allen Gemeinden zunehmend. Schon jetzt ist klar, dass im kommenden Kindergartenjahr der Platz in den vorhandenen Tagesstätten nicht mehr ausreichen wird. Aktuell haben 334 Kinder über drei Jahren einen Platz in einer Kita, 78 Krippenkinder hat die Gemeinde. Freie Plätze gibt es damit keine mehr. Und vor allem im Krippen- und im Ganztagsbereich wird es von Jahr zu Jahr mehr.

Die Module am Speckfeldweg, die derzeit leer stehen, werden dann voraussichtlich wieder als Übergangs-Kindertagesstätte reaktiviert, erklärte die Bürgermeisterin im Vorfeld der Sitzung. Dafür wurden sie schon einmal benutzt, als im Fuhrenkamp gebaut wurde. Nach dem Auszug der Kinder zog dann vorübergehend ein Teil der Verwaltung dort ein, als das Rathaus umgebaut wurde. Jetzt wird es also noch einmal für Kinder genutzt – aber eine Dauerlösung sind die Container definitiv nicht, betont Dittmer-Scheele. Nach aktuellem Stand würden dort vermutlich zwei Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern einziehen – wenn es bis dahin gelingt, genügend Personal einzustellen. Auch an dieser Stelle macht sich der Fachkräftemangel unter den Erziehern wieder bemerkbar.

Der Standort für den neuen Kindergarten liegt angrenzend am Friedhof Leehopweg.

Eine Eröffnung der neuen Tagesstätte könne frühestens 2023 möglich sein, schätzt Dittmer-Scheele. Alleine den Bebauungsplan aufzustellen „dauere seine Zeit“. Für den Ausschuss geht es aber zunächst erst mal um den Aufstellungsbeschluss – und den empfehlen die Mitglieder ohne große Diskussion. Jeder weiß, wie notwendig der Neubau ist.

Lediglich Marc Ostrowski (SPD) merkt an, dass man vielleicht im Verlauf der Planungen einmal den Blick zum Nachbarn Bothel richten sollte, wo eine Kindertagesstätte „relativ groß und relativ zügig“ seines Wissens nach umgesetzt worden sei.

In das Thema müsste die Gemeinde auf jeden Fall „Geschwindigkeit reinbringen so gut es geht“. Gleichzeitig wies Ostrowski darauf hin, dass die Gemeinde das maximal mögliche bei diesem Projekt ausschöpfen solle, um nicht in ein paar Jahren wieder vor demselben Problem zu stehen: Will heißen, das Gebäude sollte für den Fall der Fälle erweiterbar sein, denn weitere Familien werden zuziehen oder sich gründen. Das sei aber laut bisheriger grober Vorplanung gegeben, versicherte Dittmer-Scheele. Aktuell gebe es Platzbedarf für vier Gruppen, das kann sich aber im Laufe der Planung noch ändern.

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