Springreit-Asse Mylène und Mynou Diederichsmeier trainieren Delegation in Bartelsdorf

Koreaner sitzen fest im Sattel

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Unterschiedliche Kulturen, einheitliches Training: Die koreanischen Gäste mit ihren Springreitlehrerinnen Mynou (mit blauem Shirt) und Mylène Diederichsmeier ( 4.v.l.).

Bartelsdorf - Donnerstagmorgen auf der Springreitanlage Miesner in Bartelsdorf: Mylène Diederichsmeier steht in der Mitte des Platzes und schaut aufmerksam zu, wie sich ihre Schüler im Pferdesattel schlagen. „Immer schön die Mitte anreiten. Und lass deine Schultern gerade“, korrigiert die 37-Jährige. Auch Mynou, die jüngere Schwester, ist zugegen. Auch sie gibt dem Reiternachwuchs Anweisungen – und das auf englisch. Denn die Schüler, die an diesem Morgen hoch zu Ross trainieren, stammen allesamt aus dem fernen Korea.

Die beiden reitsportbegeisterten Schwestern haben jede Menge Spaß an der Sache, denn die Besucher aus Ostasien seien sehr ehrgeizig und motiviert im Reitsport, der dort gerade richtig boomt, wie Mynou erklärt. Eine gehörige Portion Ehrgeiz und Kampfgeist waren es denn wohl auch, die die 32-jährige Rotenburgerin zu einer extrem erfolgreichen Springreiterin haben werden lassen. So konnte sich die amtierende Landesmeisterin bereits mehrfach bei großen Preisen platzieren. Und Mylène Diederichsmeier, ehemals Deutsche Meisterin, gehört ohnehin längst zur Weltspitze. Gegenwärtig sitzt sie jedoch nicht im Sattel. Die 37-Jährige erwartet ein Baby. Da will selbst eine erfahrene Reiterin wie sie kein Risiko eingehen.

Statt sich also auf den nächsten Wettkampf vorzubereiten, bleibt für die Hamburgerin, aber auch für ihre jüngere Schwester gerade genügend Zeit, den koreanischen Gästen auf der von der Familie gepachteten Trainingsanlage die deutsche Reitkunst näher zu bringen. Denn genau mit diesem Wunsch, klärt Vater Klaus Diederichsmeier aus Eversen auf, sei die zehnköpfige Delegation an die Schwestern herangetreten. „Die beiden genießen eben auch international einen hohen Bekanntheitsgrad.“ Und natürlich, ergänzt er, seien die Kontakte auch für den Verkauf guter Springpferde aus deutscher Zucht, von denen die Diederichsmeiers gleich mehrere Dutzend besitzen, nützlich.

Für zwei Wochen haben die Koreaner sich im Rotenburger Hotel am Pferdemarkt einquartiert. Neben den täglichen Trainings nehmen sie auch an Wettkämpfen teil – allerdings nur als Zuschauer. Ob Mynou und Mylène irgendwann einmal gegen den einen oder anderen Lehrling auf dem Parcours antreten werden müssen – die beiden Schwestern befürchten es schon beinahe. Ihr Fazit nach den ersten Durchläufen: „Die schlagen sich im Sattel richtig gut!“

lw

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