SPF-Fraktion kommentiert Antwortschreiben vom Verkehrsminister zum HVV

Beteiligung steht außer Frage

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Wird der Scheeßeler Bahnhof an den HVV angebunden?

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Scheeßel erhöht den Druck: Schon zu lange sei der Bahnhof von günstigen Nahverkehrstickets und einer schnellen Taktung abgekoppelt, findet der Gemeinderat. Vor wenigen Wochen hatten die Lokalpolitiker fraktionsübergreifend ihre Forderung nach einer Anbindung an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) in einem offenen Brief kund getan. Der war auch an Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) gegangen, der den Scheeßelern in seinem Antwortschreiben nun Hoffnung macht.

Ja, die Signale bezüglich einer HVV-Ausweitung seien vernommen worden, so Lies. Und ja, man werde das Ansinnen der Scheeßeler positiv begleiten – und das, obwohl seiner Formulierung nach die prognostizierten Zuwächse an Fahrgästen als gering eingeschätzt würden. Nachdem Staatssekretärin Daniela Behrens zu Besuch im Rotenburger Kreishaus war, um mit den Beteiligten über ein Modell zu sprechen, hatte sich der Verkehrsminister erst kürzlich mit seinem Hamburger Amtskollegen Frank Horch in Verbindung gesetzt – mit dem Ziel, eine gemeinsame Finanzierung auszuloten.

Die SPD-Fraktion im Scheeßeler Gemeinderat ist überzeugt: Die Beteiligung des Landes Niedersachsens steht damit außer Frage, es wird nur noch über die Höhe debattiert. Das schreiben die Sozialdemokraten in einer Mitteilung an die Presse. Darin heißt es weiter: Auch die Gemeinde würde sich finanziell engagieren, wenn die Erweiterung nur einzelnen Bahnhöfen zugute kommt, die bisher als weiße Flecken gelten.

Wichtig sei aber auch, dass eine Verbesserung allen Bahnreisenden und nicht nur den Pendlern Vorteile bringt. Insofern sei aus Sicht der Fraktion ein Modell nur für Zeitkarteninhaber nicht zukunftsweisend. SPD-Fraktionschef Johannes Hillebrand: „Eine Anbindung an die Metropolen Bremen und Hamburg sollte für alle da sein, zumal dafür vor allem Steuergelder aufgewendet werden.“ Zudem gibt er zu bedenken, dass viele Bürger bei einer Anbindung in den Verkehrsbund nicht mehr mit dem Auto nach Tostedt fahren, sondern in Scheeßel in den Zug einsteigen werden. Auch der Kauf von zwei Karten falle für die Pendler weg, die ab Scheeßel fahren.

Nun hoffe man darauf, das Vorhaben möglichst bald zu einem positiven Abschluss zu bringen. „Es ist eine große Chance, dass die Umlandgemeinden näher an die Hansestadt rücken können. Und es wird ein Gewinn für Wirtschaft und Kultur in der Metropolregion Hamburg“, kommentiert Hillebrand das Verhandlungsziel.

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