Spend für die Flüchtlingshilfe

Geld fließt in die Sprachvermittlung

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Gemeinsame Freude über 1000 Euro für die Scheeßeler Flüchtlingshilfe (v.l.): Jörg Schories (TV Scheeßel), Rainer Bassen (Sparkasse Scheeßel), Frank Thies (Gemeinde), Franz Wenzel und Paul Göttert (Flüchtlingshilfe), Bärbel Lilienthal (Volksbank) und Käthe Dittmer-Scheele (Gemeinde). 

Scheeßel - Ein kleiner Junge, der die Bürgermeisterin an Walking-Stöcken überholt, junge Männer aus Syrien, dem Iran oder Afghanistan, die auf der Endgeraden hinter dem Rathaus das Letzte aus sich herausholen und beim Anfeuern der Zuschauer einige Zentimeter zu wachsen scheinen: An den Spendenlauf anlässlich des diesjährigen Spargelmarkts hatte bei der Spendenübergabe am Dienstag im Rathaus jeder der Beteiligten seine eigenen Lieblingserinnerungen.

Gemeinde, Sportverein, die örtlichen Kreditinstitute und die Flüchtlingshilfe Scheeßel, an die die diesjährigen Erlöse gingen, hatten am letzten Sonntag im April gemeinsam zum Lauf für den guten Zweck aufgerufen. Trotz Hagel kurz vor dem Start hatten sich immerhin 80 Läufer beim Helferteam des TV Scheeßel registrieren lassen, darunter mehr als die Hälfte Flüchtlinge, um den knapp einen Kilometer langen Parcours so oft wie möglich innerhalb einer Stunde zu absolvieren.

989 Runden waren so zusammen gekommen; jede wurde von der Sparkasse Scheeßel und der Volksbank mit je 50 Cent gesponsert. Zusammen mit dem „Schlechtwetterbonus“, wie Volksbank-Vertreterin Bärbel Lilienthal mit einem Augenzwinkern bemerkte, sind so stolze 1 000 Euro zusammen gekommen. Geld, das die Flüchtlingshilfe gut gebrauchen kann, wie Paul Göttert erläuterte: „Neben Fahrradwerkstatt und Café Refugium fließen die Gelder vor allem in die Sprachvermittlung.“ So übernehme der Verein einen Teil der Kosten für Sprachlernmaterial – nicht nur Kurshefte, sondern auch CDs und Kopfhörer mit Sprachprogrammen zum „Überbrücken der Ferienzeit ohne Unterricht.“ Auch ein Erste-Hilfe-Kurs werde anteilig übernommen. In diesem Zusammenhang dankte er den Bankvertretern: „Sie haben gezeigt, dass Sie ein offenes Ohr für unsere Belange haben.“ So hätten inzwischen auch alle Flüchtlinge ein eigenes Bankkonto.

Franz Wenzel konstatierte, dass angesichts von immer mehr Flüchtlingen mit Bleibestatus ein nach wie vor großer Bedarf an Wohnungen bestehe, ebenso wie an Fahrrädern. Mindestens genauso wichtig seien jedoch Praktikums- und Arbeitsstellen. Und: „Die Geflüchteten müssen auch sprachlich weiter gefordert werden.“ Dazu seien weitere Ehrenamtler als deutsche Kommunikationspartner vonnöten. „Dazu muss man kein ausgebildeter Deutschlehrer sein“, beugte er möglichen Hemmschwellen vor. 

hey

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