SPD-Kreistagsgruppe besucht das Heimatmuseum / Zuschüsse gut angelegt

Investition zahlt sich aus

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Die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion verschafften sich einen Überblick über die Arbeit des Heimatvereins.

Scheeßel - Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es nun her, dass dem Heimatverein Scheeßel mit der wissenschaftlichen Referentin Jessica Krull eine hauptamtliche Mitarbeiterin zur Seite steht. Da die Personalkosten ihrer Stelle auch vom Landkreis Rotenburg bezuschusst werden – eine Ausnahme zu den sonst geltenden Förderrichtlinien –, haben sich Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion einen eigenen Eindruck davon verschafft, ob die Gelder auch gut angelegt sind. Das teilen die Verantwortlichen in einem Schreiben an die Presse mit.

„Da holen Sie ja das Geld gleich wieder herein, was Sie kosten“, scherzte Fraktionsvorsitzender Bernd Wölbern, als Krull den Abgeordneten von ihrem kürzlichen Besuch einer speziellen Schulung zur Fördermittel-Akquise berichtete. Rückblickend auf die vergangen Monate beschrieb die studierte Europäische Ethnologin und zertifizierte Fachreferentin für Kulturtourismus und Kulturmarketing ihre alltäglichen Aufgabenfelder als sehr vielfältig: angefangen von Forschungsarbeiten und museumspädagogischen Konzeptionen über Presse- und Medienarbeit bis hin zur Vorbereitung von Veranstaltungen sowie organisatorischen Arbeiten rund um die Ausstellungen.

Auch die strukturellen Verbesserungen, wie sie mit der Museumsregistrierung empfohlen wurden, würden in ihr Ressort fallen, so Krull. Aktuell stünden zudem die Neukonzeption einer Dauerausstellung sowie die Ausweitung der Öffnungszeiten auf dem Programm.

Dass die ehrenamtliche Arbeit des Vereins weiterhin Früchte trägt, verdeutlichte Vorsitzender Uwe Wahlers der Besuchergruppe. Seinen Worten nach konzentriere sich die mit der Museumsregistrierung geforderte Schwerpunktbildung auf die Darstellung alter Handwerke, Baukultur und Wohnkultur der Region. „Ein Hauptaugenmerk unserer Arbeit liegt dabei auf der Blaudruckerei“, so Wahlers. Mit Ausstellungen, Workshops, Führungen und Publikationen halte man eine Handwerkskunst am Leben, die sogar aktuell die Chance habe, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden.

Auch weitere Handwerke wie das Schmieden, das Schustern, das Weben, das Spinnen und das Klöppeln würden von den ehrenamtlich Aktiven weiter getragen, verriet der Vereins-chef. Und noch eine gute Nachricht habe Wahlers für die SPD-Politiker parat gehalten: „Mit dem kürzlich beigetretenen Werkstattclub haben wir jetzt auch Verstärkung für unsere Junghandwerker, deren Durchschnittsalter immerhin schon über 70 Jahre beträgt.“ Viele alltäglich anfallende Reparatur- und Aufbauarbeiten würden die Clubmitglieder bei den Veranstaltungen übernehmen.

Am Ende seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass es gut investierte Zuschüsse sind.

lw

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