Astrid Norden informiert Landfrauen zum Thema Elektrosensibilität

Im Spannungsfeld

Landfrauen-Vorsitzende Regina Meyer (l.) und Referentin Astrid Norden freuen sich über interessierte Gäste im Gasthaus Zur grünen Eiche. - Foto: Ujen

Sothel - Von Ursula Ujen. Über das Thema Elektrosensibilität wollten sich gut 30 Interessierte informieren, die auf Einladung des Landfrauenvereins Rotenburg und Umgebung in das Gasthaus „Zur grünen Eiche“ in Sothel gekommen waren. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Regina Meyer gab Referentin Astrid Norden den Gästen zunächst einen informativen, umfassenden Einblick in das komplexe Thema.

So verdeutlichte die selbstständige baubiologische Beraterin den Teilnehmern zunächst das Vorkommen und die Bedeutung von natürlichen und künstlichen Strahlungen sowie von Wasseradern. Auch Begriffe wie das Hartmann-Globalgitter- und das Curry-Netz, die ähnlich der Längen- und Breitengrade engmaschig die ganze Erde überziehen, erklärte sie anschaulich. Elektrosensibilität sei eine besondere Empfindsamkeit gegenüber elektromagnetischen Schwingungen und Magnetfeldern und träte vor allem in Industrienationen auf, in denen elektronische Geräte zum Alltag gehören, so Norden. Die dauerhafte „Bestrahlung“ beschäftige seit vielen Jahren Physiker, Mediziner und besorgte Bürger – ob damit gesundheitliche Risiken einhergehen, sei nach wie vor umstritten. „Wir sind überall von Handys, Mobilfunkmasten und W-Lan-Hotspots umgeben.“ Elektrosensible Menschen würden die Strahlung, die von diesen Geräten ausgeht, spüren, denn sie könne zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie beispielsweise Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Depressionen bis hin zum Burn-Out oder sogar Krebs führen, verdeutlichte die Referentin, die sich selbst als „Betroffene und Berufene“ bezeichnet – ihre eigene Elektrosensibilität habe sie zu ihrem jetzigen Beruf als baubiologische Beraterin hingeführt. Nach langem Leidensdruck und ausgiebigen Recherchen habe sie sich fachlich ausbilden lassen und biete seitdem ihre Dienste mit dem Fokus auf einen störfreien Schlafplatz an, so die Rotenburgerin. „Der Platz, an dem wir uns ein Drittel des Tages aufhalten und an dem wir uns regenerieren.“ Sie verbinde dabei die althergebrachten Erkenntnisse der Radiästhesie mittels Wünschelrute mit moderner physikalischer Messtechnik, um mit einer ganzheitlichen Untersuchung des Schlafplatzes eine möglichst störfreie Zone zu erarbeiten, erklärte Norden. „Dabei werden sowohl natürliche und technische Strahlenfelder untersucht, störungsfreie Rückzugszonen gefunden oder Abschirmung geschaffen.“

Es zeigte sich, dass unter den Anwesenden etliche Betroffene waren, sodass sich im Anschluss an das Referat eine angeregte Diskussion ergab.

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