Sommerkonzert der Grund- und Eichenschule füllt Kirche und Kassen

Virtuos und voller Elan

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Bierzeltstimmung kam in der Kirche beim Volkstanz auf.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Fast fühlte es sich wie ein Weihnachtskonzert der Eichenschule an, das Stiftungskonzert in der mit rund 650 Besuchern und Akteuren äußerst gut gefüllten St.-Lucas-Kirche. Aber eben auch nur fast. Denn neben den üblichen Verdächtigen – den wie immer auf hohem Niveau musizierenden beiden Chören, Instrumentalkreis und Orchester – waren auch sämtliche Musik-Gruppen der Grundschule dem Aufruf von Stiftungsvorstands-Mitglied Dr. Karsten Müller-Scheeßel gefolgt.

Eines hatten alle Formationen gemeinsam: Sie leisteten gern ihren musikalischen Obolus zum Füllen der Stiftungskasse durch Eintrittsgelder. Wie eng die Kooperation ist, führte der ehemalige Schulleiter der Eichenschule in einer der zahlreichen Umbaupausen aus: „Der Raum der Stille in der Grundschule wurde ebenso aus Stiftungs-Erlösen gesponsert wie die Streitschlichterausbildung an der Eichenschule.“ Und auch bei diesem Konzert fließe ein Teil der Erlöse in die musikalische Arbeit der beiden Schulen. Denn die sei beileibe keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, wo überall gestrichen werde, so Müller-Scheeßel, „ebenso wie Euer Engagement heute und überhaupt in Eurer Freizeit!“, an die Akteure gerichtet.

Angesichts dessen, was schon die Grundschüler boten – wie den Gefangenenchor aus „Nabucco“ mit mehr als 40 Akteuren an Glockenspiel, Flöte und Trommel oder den schwungvoll von Geige und Keyboard begleiteten großen Chor, frohlockte Chorleiter Martin Crome: „Wir freuen uns schon auf Euch alle!“

Etwas mehr Zeit nahm der musikalische Streifzug der Geigengruppe von Freddy Schmidt durch Europa ein. Unterstützt von zwei Klarinetten, der neuesten Musik-AG der Grundschule, präsentierten die Schüler traditionelle Volksweisen aus Finnland, Estland und Ungarn, allesamt Partnerländer des jüngsten Comenius-Projekts. Bejubelt wurde ihr deutscher Beitrag. Der „Wilhelmsburger Kontra“, zu den zwei der jungen Musikerinnen durch den Saal wirbelten, gab einen Vorgeschmack auf das nahende Beeke-Festival. Und auch die nachfolgenden Trommler werden vermutlich schon bald in die Fußstapfen ihrer älteren Kollegen der „Sticks‘n‘Drums treten, die mit ihrer imposanten „Daiko“ den furiosen Auftakt des Abends bestritten hatten.

Gerade die Einbeziehung sowohl jüngerer Schüler als auch ihrer älteren Mitstreiter hatte durchaus ihren Reiz, sodass am Ende nicht nur zwei stolze Schulleiter, sondern auch Organisator Müller-Scheeßel laut über eine Wiederholung nachdachten. Damit würde die Veranstaltung an die erst unlängst eingeschlafene Tradition eines jährlichen Sommerkonzerts der Schulen anknüpfen. Den Zuschauern gefiel‘s: „Wie das Weihnachtskonzert, nur quirliger!“, so der Kommentar einer Besucherin.

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