„Sollten realistisch bleiben“

Frage der Projektabwicklung gerät zur Grundsatzdebatte

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Klare Ansage im Schulausschuss: Die Gemeindeverwaltung will pro Haushaltsjahr weitestgehend nur noch Investitionen abwickeln, die sie auch zeitlich abwickeln kann.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Eckdaten für den Gemeindehaushalt 2018 sind bekannt, die Reise des Entwurfs durch die Fachausschüsse ist längst angetreten. Am Mittwoch nun war es dem Schulausschuss überlassen, den in seiner Zuständigkeit liegenden Teilhaushalt zu beraten. Dabei stellte sich bei manch einem auch die Frage, wieso das eine oder andere Projekt noch immer nicht angeschoben werden soll.

Beispiel Beekeschule: Hier will die Gemeinde im kommenden Jahr unter anderem den Fußboden der Schulaula erneuern. Endlich, muss man sagen, nachdem das Vorhaben schon um ein Jahr geschoben werden musste. Schön und gut, meinte Elternvertreterin Sandra Everding. „Sollten für 2018 nicht aber auch Haushaltsmittel für die Sanitäranlagen im A-Trakt eingestellt werden?“ Ihrer Meinung nach werde dahingehend „an der falschen Stelle gespart“.

Dass man tatsächlich die Sanierung habe schieben müsse, räumte Verwaltungsmitarbeiter Stefan Behrens ein. „Weil wir dafür nicht nur die Haushaltsmittel benötigen, sondern auch planen, ausschreiben, durchführen und abrechnen müssen.“ Ohnehin habe man in Absprache mit der Schulleitung den Fußboden für wichtiger erachtet. Dafür, versicherte er, solle die Toilettenanlage dann aber 2019 angegangen werden. „Es ist nur um eine Stufe heruntergesetzt worden.“

Für Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) stellt sich erst gar nicht die Frage nach dem Einsparen. Ihren Worten nach gebe es für die Art der Abwicklung gute Gründe. „Es geht allein darum, was wir in der Verwaltung an den gesamten Investitionen abwickeln können“, betonte sie. „Um nicht wieder in die Situation zu kommen, dass wir ganz viel in den Wunschkatalog Haushalt reinschreiben, um hinterher festzustellen, dass wir nur die Hälfte geschafft haben, haben wir dieses Mal von vornherein darauf geachtet, was sich realistisch umsetzen lässt.“

„Lassen Sie uns kein Märchenschloss bauen“

Erschwerend käme hinzu, dass größere Projekte nur in den Ferien erledigt werden könnten, so Behrens. „Lassen Sie uns also kein Märchenschloss bauen, sondern realistisch bleiben“, wandte er sich an die Elternvertreterin.

Beispiel Grundschule: Hier sind es die alten Holzfenster am Kreuzberg, die laut Schulleiterin Meike Nerding-Ehlbeck nicht mehr richtig schließen würden. „Irgendwann muss man die einfach mal erneuern“, sagte sie. Dies sei jedenfalls dringlicher, als die Sanierung der Duschanlage in der Turnhalle.

Letztere, ist dem Investitionsprogramm zu entnehmen, ist für 2019 geplant. „Natürlich haben wir die Fenster auf dem Zettel“, so Stefan Behrens. Allerdings gebe es dort noch eine andere Problematik: „Es ist gerade unheimlich schwer, Handwerker zu finden.“ So habe man im Rathaus teilweise Aufträge vergeben, die erst im übernächsten Jahr abgewickelt werden könnten. „Wir hoffen aber, dass wir entsprechende Mittel dann im Haushalt 2019 einstellen werden können.“

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