Jetzt geht’s zum Bezirksentscheid

Sieger des plattdeutschen Lesewettbewerbes stehen fest

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15 Kinder und Jugendliche der dritten bis neunten Klassen haben am Montagvormittag an dem plattdeutschen Lesewettbewerb im Meyerhof teilgenommen.

Scheeßel - Von Hannelore Rutzen. Obwohl Plattdeutsch als traditionelle Sprache im Alltag durchaus noch gesprochen wird, ist es in den Schulen kaum präsent. Beim Dezernatsentscheid des Vorlesewettbewerbs „Schüler lesen platt“ am Montag im Meyerhof war das anders: 15 Kinder aus den Schulen in Scheeßel, Fintel, Lauenbrück, Kirchwalsede und Visselhövede hatten jeweils fünf Minuten lang Zeit, eine Geschichte auf Platt vorzutragen und die Juroren zu überzeugen.

Sie hatten sich vorab in den diversen Schulwettbewerben durchgesetzt. Die Erstplatzierten der fünf Wettbewerbsgruppen dürfen nun am 17. Mai beim Bezirksentscheid in Ahlerstedt antreten. Außerdem erhielten sie Urkunden und kleine, von der Sparkasse Scheeßel gestiftete Präsente.

Traditionssprache zu mehr Verbreitung verhelfen

Alle Beteiligten wollen der Traditionssprache erklärtermaßen wieder zu mehr Verbreitung verhelfen; sie soll nicht aussterben. Der Lesewettbewerb, der im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet, solle die Schüler entsprechend motivieren und Kinder und Jugendliche fürs Plattdeutsche begeistern. Veranstalter ist in diesem Jahr der Landesverband Stade, der von den Kreissparkassen unterstützt wird.

Als Gastgeber für das Dezernat fungierte dieses Mal der Heimatverein Scheeßel, der im Rahmenprogramm die Gäste mit einem musikalischen Programm unterhielt. Der Flötenchor Scheeßel mit 23 Kindern bekam viel Beifall für seinen gelungenen Auftritt.

Es geht darum, wie natürlich das Plattdeutsch vorgetragen wird

Die Jury mit Heino Peters, Gerda Meyer-Prigge, Fritz Holzmann, Thea Lemke, Christine Behrens, Sigrid Baden-Schirmer, Marlies Holsten, Annelie Peters, Uwe Wahlers und Rainer Bassen bewerteten in der Hauptsache die Natürlichkeit, mit der das Plattdeutsch vorgetragen wurde. Aber auch Sinnverständnis, Betonung und Lesetechnik flossen ins Urteil ein.

In der Gruppe A, dritter Jahrgang, gewann Fabian Lang (Lauenbrück) vor Caja Jacobs (Kirchwalsede), Loris Elter (Fintel), Talea Rathjen (Scheeßel) und Katharina Semeniuk (Visselhövede). In der Altersgruppe B, viertes Schuljahr, ging Anna Gerken (Scheeßel) als Siegerin hervor. Die weiteren Plätze belegten Greta Bammann (Lauenbrück), Jesper Corte (Kirchwalsede), Madita Dröhne (Fintel) und Carolin von der Eldern (Visselhövede). Eichenschülerin Marie Dreemann (Scheeßel) machte das Rennen in der Gruppe C, fünftes und sechstes Schuljahr, vor Lukas Wichern (Lauenbrück) und Hannes Riebesell (Scheeßel). In der Gruppe D, siebtes und achtes Schuljahr, belegte Hendrik Cordes (Scheeßel) den ersten Platz. Jana Schröder (Scheeßel) war Beste in der Gruppe E, neuntes Schuljahr.

„Ein ganz großes Lob geht an Euch“, wandte sich Marlies Holsten, die Obfrau für den Wettbewerb, am Ende an die jungen Teilnehmer. „Tragt die Sprache weiter, damit sie uns noch lange erhalten bleibt.“

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